Das dritte Mal in Thailand, das erste Mal in Bangkok. Irgendwie hatte ich gar nix verpasst, und irgendwie alles. Weil Khao San Road echt org. Die ganze Umgebung ist wie ein kleines Backpacker-Reservat, und eigentlich habe ich mir sowas immer ganz furchtbar vorgestellt. Ist es auch, aber auf eine ganz faszinierende Art und Weise. Man stelle sich ein kleines Stueck Fussgaengerzone vor (es fahren halt nur Mopeds und Taxis), beleuchte das ganze grausigst mit Neon, wummere aus jedem Loch in der Wand mit aller moeglichen Musik, verkaufe tausend Schnickschnack-, Gewand-, Mampf- und sonstige Sachen, biete Cocktails in Kuebeln an und lasse Millionen Leute aus aller Welt sich gegenseitig da durchschieben. Nur ist das ganze Thai-Style doch relativ relaxed und weder die Cocktailkeilerinnen noch die Holzfroschfrauen sind laestig, und die Tuktuks muessen draussen bleiben. Wir sind in der Rambutri untergekommen, einer viel ruhigeren und gemuetlicheren Nachbargasse. Alle paar Meter ein Lokal, wo sich in hohen Raeumen die Ventilatoren gemaechlich drehen und man drunter stundenlang bei Tom Ka Gai und Chang-Bier ueber dem Lonely Planet brueten kann, Strassenfutter und Internetcafes, alle Wuensche erfuellt. Das Zimmer hat 2 Betten mit Waenden rundherum, aber sauber & ruhig & 11 Euro, was will man mehr.
Also habe ich von Bangkok noch nicht viel gesehen. Am Vormittag bin ich aus dem kleinen Ghetto raus und habe mir den Grossen Palast gegeben. Eh schoen, vor allem die hunderte Meter lange Wandmalerei-Darstellung (Look! The murals!) der Ramayana war sehr faszinierend und wurde von mir in allen Details fotografiert. Quasi Comic ohne Sprechblasen, aber die haett ich sowieso net lesen koennen. Recht angenehm ist das aber nicht, weil schwuel Hilfsausdruck und ich hab ja gerade erst meinen Winterspeck angefuttert. Lieber gemuetlich rumschlendern, Leute schauen, ein wenig shoppen und aufs Weiterfahren morgen freuen. Das wird mit 15 Stunden Bus & Boot wieder eine Mammut-Ganznachtour, aber ich glaube, Ko Tao wird noch cooler, weil kein Kulturkack, also auch kein schlechtes Gewissen beim Rumlungern.
Und zuletzt muss ich mal uns selbst loben – 26 Stunden Reisezeit von der Haustuer bis ins Hotel und dann sind wir nicht, wie es sich fuer zwei so gesetzte Herren gehoert, ins Bett kollabiert, sondern noch frisch und fromm in Shorts und Flip-Flops gehuepft und auf ins lustige Backpackerleben, Cocktails schluerfen, fotofieren, Pad Thai mampfen, Bier trinken. Gepoekelt habe ich wahrscheinlich wie Sau, aber wurscht.
PS: Der Hut verhuetet durch seine Praesenz: Solang ich den aufhabe, geht garantiert nix.
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Hekker mit Hut
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Rambutri Rd in Bangkok
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Khao San Road
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Lonely Planet-Brueten beim Morgenmahl
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Typisches Tempelbild, das haett ma also auch
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Tags: bangkok, khao ran road, pad thai, rumsitzen, Thailand
Der Beitrag wurde
am Donnerstag, den 17. Dezember 2009 um 11:13 Uhr veröffentlicht
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