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Playing the Belizeans at Football
26. April 2008 von Matthias

Wir fahren nach Dangriga…Wir erreichen den letzten Bus von Belize City nach Dangriga auf der Straße vor der Station beim Wegrollen. Menschengetümmel, Chaos, Lachen und keuchende Trucks ringsum. Freundliche Hände stoßen rückwärts die Tür auf, um unsere großen Rucksäcke hinter die letzte Sitzreihe zu hieven, während der Bus mit laufendem Motor unschlüssig verharrt. „Get in the bus, man”, fordert mich jemand mit Baseballkappe auf, „come on, go!” Ich lasse meinen Rucksack also im Stich, laufe nach vorn und klettere hinter meinen neuen Reisebegleitern (Anna, Griechin aus Kanada, Carmen aus Colorado und Daniel aus Berlin) in einen gebrechlichen Urgroßvater des Transportwesens, einen ehemaligen US-amerikanischen Schulbus wie aus einem idyllischen Fünfziger-Jahre Schinken. Die Menschen hängen bereits aus den Fenstern, aber irgendwie kommen wir noch hinein, Daniel hat sogar seinen Tramperrucksack noch auf dem Rücken.

Während der Fahrer die zulässige Bauartgeschwindigkeit bereits auf dem Weg aus der Stadt heraus überschreitet, bahnen Anna und ich uns millimeterweise unseren Weg durch die lebhaft durcheinanderrufenden Fahrgäste, die zu dritt und zu viert auf den kleinen Plastikdoppelsitzen hocken und wie die sprichwörtlichen Sardinen aneinandergedrängt stehen (und gegen den intimen Kontakt zu manchen der hübschen Mädchen hier habe ich nicht notwendigerweise etwas einzuwenden, auch wenn die das möglicherweise anders sehen; anmerken lassen sie sich jedenfalls nichts).

Ein Fahrrad verunmöglicht uns das Vorstoßen zur Sichtkontrolle unseres Gepäcks. „Sorry, I just want to check that my bag made it onto the bus”, sage ich, im hinteren Drittel des schaukelnden Gefährtes gestrandet – und ganz ohne schlechtes Gewissen, denn im Karibik-Staat Belize ist Englisch die offizielle Amtssprache. „No worries, man”, antwortert der baseballbekappte Helfer von vorhin, durch das Gewimmel hindurchbrüllend „ I got your bag right here. It’s safe.” Und da wir mittlerweile schon gut zehn Minuten unterwegs sind, gebe ich halt einfach auf – wenn er nicht hier ist, freut sich halt jemand Bedürftiger aus Belize über mein iranisches Paykan-T-Shirt, meine Unterwäsche und meine Malaria-Medikamente.

Ich versuche also, mich zu entspannen und die Fahrt zu genießen. Und was für eine Fahrt es ist – neben uns eine junge Mutter mit zwei Töchtern, von denen die kleinere fröhlich und unermüdlich Klassiker des internationalen Kinder-Songbooks wie den „ABC-Song” zum Besten gibt. In der letzten Reihe sitzen zwei junge Männer aus Caye Caulker, die entweder auf wirklich coolen Drogen sind oder sofort ihre eigene Sitcom bekommen sollten (wenn ich so darüber nachdenke, ist da eigentlich nicht wirklich ein Widerspruch). Teenies und Rastamen, ganze Familien und wir anscheinend die einzigen Touristen, während die Sonne langsam von Gold zu Rot wechselt und sich in Richtung Guatemala dem Horizont nähert. Draußen rauschen grüne Wiesen und Felder, Palmen, vereinzelte Holzhäuser und -hütten und staubige Straßen vorbei.

* * *

Von Mexiko nach Belize über die Grenze zu kommen, ist als hätte man ein paar tausend Kilometer zurückgelegt und wäre in einer Karibikstaat-Karikatur gelandet, so eklatant ist der Unterschied. Um auch wirklich jedem zu verdeutlichen, dass die Uhren hier anders gehen, müssen wir sie gleich mal eine Stunde zurückstellen. Wo mexikanische Busreisen geordnete Angelegenheiten mit Computertickets und Sitzplatznummern sind, wie in Chile oder auf der Panamericana in Peru, ähneln sie in Belize mehr einer interessanten Mischung aus Volksfest und Familientreffen – mit knapp über zweihunderttausend Einwohnern im ganzen Land hat es tatsächlich den Anschein, dass hier alle einander von irgendwoher kennen.

Eigentlich wollte ich die der Küste vorgelagerte Korallenriff-Insel Caye Caulker in der Nähe des weltberühmten Taucherparadieses Blue Hole aufsuchen und mich in einem weiteren Backpacker-Hostel dem wonnigen Nichtstun zwischen Schnorcheln und Partys hingeben, aber Anna, die bereits neunmal in Belize war, rät mir davon ab (uns eigentlich, denn in Chetumal und später im verfrüht abfahrenden und um eine Stunde zu spät ankommenden Bus nach Belize City bilden wir vier eine spontane Reisegemeinschaft). Also fahren wir stattdessen in den hereinbrechenden Abendstunden nach Dangriga, einer Stadt ohne herausragende Eigenschaften, von wo aus wir tags darauf nach Placencia fahren wollen.

Das Wort „Stadt” ist hier übrigens anders auszulegen als sonst üblich; Belize City, diese Weltmetropole, dieser Schmelztiegel der Nationen, diese Oase der Hochkultur und der architektonischen Weltwunder, dieses Mekka des internationalen Pauschaltourismus, bringt es gerade einmal auf siebzigtausend Einwohner und teilt mit La Paz in Bolivien das Schicksal, irrtümlich für die Hauptstadt gehalten zu werden. Asphalt bleibt den wenigen Durchzugsstraßen vorbehalten, die Häuser sind großteils einstöckig, windschief und aus rohen Brettern, von denen die Farbe abblättert. Kurz gesagt, die Art Stadt, die sogar in einem an kulturellen Highlights nicht unbedingt reichen Land wie… sagen wir mal, Moldawien, einem Reiseführer maximal die Erwähnung wert wäre, sich das nicht anzutun.

* * *

Belize ist eine explosive Mischung aus spanischer, karibischer und Maya-Kultur mit rund 70% Mestizen und Menschen schwarzafrikanischer Herkunft; gesprochen wird neben dem bereits erwähnten Englisch auch Creole, Spanisch und einige weitere indigene Dialekte. Hartnäckig hält sich das Gerücht, es sei nicht sicher, hier zu reisen; mein Reiseführer berichtet beispielhaft von einem US-Studenten, der 2005 in Belize City vor seinem Hotel erwürgt wurde, in Tulum haben mich erfahrene Hardcore-Backpacker gewarnt, nicht in der Dunkelheit irgendwo anzukommen, und als ich mit Anna ins Gespräch komme, meint sie, die Möglichkeit in Betracht ziehend, dass wir keinen Anschlussbus nach Dangriga mehr erwischen könnten: „Please God, let’s not spend a night in Belize City. So many people are on crack there – I don’t know why, but that’s just the way it is.”

Und das von einer Frau, die das Land kennt und liebt. Während wir noch mit einem Taxifahrer verhandeln, ob der uns die 105 Meilen nach Dangriga fährt (er will 150 Belize-Dollar, das sind 75 US-Dollar für alle vier), erspäht er den oben geschilderten Bus, der eigentlich die Station schon verlassen hat und wir nehmen, wie es so unfallheischend heißt, die Beine in die Hand.

* * *

Mittlerweile sind ein paar Leute ausgestiegen und Anna und ich finden jeweils einen Sitzplatz – hintereinander (Carmen und Daniel sind irgendwo weiter vorn im Bus außer Reichweite).

„You wanna sit next to your girl?” werde ich gefragt.

“It’s fine, I don’t really know her anyway. We’ve just met today.”

“You just met today? And now you’re travelling together?”

“There’s four of us, actually.”

“But the other two…”

“They, too, don’t know each other.”

“Shit, man, nobody knows nobody? That’s hilarious.”

Und an den anhaltenden Heiterkeitsausbrüchen unserer Mitfahrgäste gemessen, ist es das wirklich.

Während einer kurzen Pause in Belmopan, das mit Sucre in Bolivien die Tatsache teilt, eine unbekannte Hauptstadt zu sein (zwölftausend Menschen finden hier ihre Heimat, bestenfalls eine Handvoll Straßenzüge in Mexiko City) steigt eine singende, schäkernde Burgerverkäuferin in den Bus, die lediglich an meinem Vegetarismus scheitert – und den letzten Burger im Rahmen einer gesungenen Auktion versteigert.

* * *

Das schöne DangrigaHarris oder Harrison (so genau weiß ich das immer noch nicht), einen jungen Spieler der Fußballnationalmannschaft von Belize, lernt Daniel im Bus noch kennen. Es gäbe einen Marathon morgen Abend ab sechs Uhr, als Auftakt eines Turniers würden zwölf Fußballmannschaften je zweimal fünfzehn Minuten gegeneinander antreten, bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Natürlich werden wir uns das nicht entgehen lassen, beschließen wir, im Durchschnitt sind wir doch ziemliche Fußballfans (Daniel fanatisch und ich zum Beispiel überhaupt nicht).

Dangriga bei TagNachdem wir am nächsten Tag also die Abreise verschoben und Dangriga erkundet haben (Riverside Cafe? Check. Strand? Check. Holzhäuser auf Stehlen? Check. Dahintümpelnde Boote? Check.), sowie uns über unsere bisherigen Reisen ausgetauscht haben, treffen wir uns mit Harrisons Team und verbringen die nächsten Stunden am Fußballplatz, mit der Mannschaft plaudernd, während der Geruch von glühendem Gras die Luft schwängert.

Daniel und HarrisonNachtfußballmarathon in BelizeAls leidenschaftlicher Laienfußballer darf Daniel sogar ins Dress schlüpfen und beim zweiten Spiel mitspielen. Der charmante Berliner, der tatsächlich ständig Dinge wie „Total krass” oder „Wie geil ist das denn?” von sich gibt, ist seit sieben Monaten unterwegs, hat noch ein Jahr vor sich und verdient sich mit seinem Blog nicht nur ein paar Euronen Taschengeld von einem Berliner Journalisten, sondern auch einen Platz in meiner „Andere Weltreisende” Linkliste als „Rambanyflash“, wie er sich nennt.

Gewinnen wir? Keine Ahnung. Während ich diese Zeilen schreibe, ist der Marathon noch im Gange; aber anders als ihr werde ich es ehebaldigst erfahren.

* * *

Nebenbei: auf einem meiner Dangriga-Straßenfotos entdecke ich beim Durchblättern einen Vogelsuizid im rechten mittleren Bildbereich. Zum Vergrößern wie immer einfach auf das Bild klicken:

Ein Vogel stürzt sich kopfüber auf die Straße

* * *

Tulum - Strandidyll mit Maya-RuinenAus meinem Lassen-wir-doch-Mexiko – noch-Revue – passieren – Beitrag ist nicht wirklich etwas geworden, auch meine Abenteuer in Tulum fallen der Schere und Zensur bzw. dem Zeitmangel zum Opfer. Auf keinen Fall aber, weil nichts Erzählenswertes geschehen wäre, im Gegenteil. Ruinen? Magisch über dem türkisblauen karibischen Meer. Strand? Paradiesisch. Hostel? Billig und großartig zum Leute-Kennenlernen. Horrorfilmreife Käferplage im Doppelbett meiner Zimmergenossen, eines schottisch-australischen Pärchens inklusive. Und eine charmante, witzige, kluge und hübsche Schweizerin mit dem bezaubernden Namen Anne Chantal, die ich an meinem Geburtstag am Strand antreffe. Endlich eine Gesprächspartnerin, die meine Begeisterung für Stiller Has nachvollziehen kann.

Das Wiedersehen mit Sinead aus Irland und einem Kanadier, dessen Name mir leider wieder entfallen ist, die ich beide noch aus San Cristobal kenne, ist da gerade noch the icing on the cake.

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‘Kinky’ is not the answer
20. April 2008 von Matthias

HELP US ERADICATE CORRUPTION. YOUR
ENTRANCE TICKET IS YOUR PROOF OF
PAYMENT. PLEASE KEEP IT WITH YOU AT ALL
TIMES AND KINDLY DESTROY IT AFTER YOUR
VISIT IF NOT FURTHER NEEDED.
Rückseite von Tickets der INAH
(Instituto Nacional de Antropología e Historia)

Die Mayas; hunderte Seiten hab ich jetzt schon über sie gelesenValladolid is a dump, schreibe ich an Ling-An, etwas frustriert von der Tatsache, dass kein billiges Zimmer frei ist (bzw. ich keines gefunden habe), es konservativ geschätzte 95 Grad im Schatten haben dürfte (Celsius natürlich) und ich in einer Nobelherberge absteigen muss (die Art von Unterkunft, wo sich das Personal nach dem Aussprechen des Wortes dormitorio – „Nein, wir haben keinen Schlafsaal” – genötigt sehen würde, sich den Mund mit Seife auszuwaschen, weshalb ich mir die Frage gleich spare). Schweren Herzens blättere ich also meine rund 30 Euro für die Nacht hin – um dasselbe Geld hätte ich in Palenque acht Nächte bleiben können – und beziehe meine Kemenate mit Blick auf den Swimming Pool und Klimaanlage. Ein hoteleigenes WLAN gibt es auch. Wie fein.

Und Säulen…Die Ruinen von Chichén Itzá können mit denen von Palenque aus rein atmosphärischer Sicht nicht wirklich mithalten; noch eine riesige Maya-Pyramide, mehr Säulen, mehr Inschriften. Auch ein Brunnen für Opfergaben darf nicht fehlen, und ein Liter Mineralwasser kostet genauso viel wie die vierzigminütige Busfahrt hierher – würde Tulum nicht die Aussicht auf ein paar Tage Strand bieten, ich würde die Ruinen dort ohne Gewissensbisse links liegen lassen.

* * *

Heinz schreibt als Reaktion auf meinen vorherigen Beitrag:

Sehr geehrter Herr [xxx]!

Wegen wiederholter und willentlicher Verstoesse gegen die Bestimmungen der Union des Travelleurs du Monde International (UTMI) wurden Sie von einem unabhaengigen, ehrlichen und anstaendigen Gericht zu einer Zahlung eines Bussgelds in der Hoehe von 96 Schweizer Franken verurteilt. Die Ihnen zu Last gelegten Vorwuerfe lauten:

- Ueberschreitung der Nebensatzbegrenzung in einem oder mehreren elektronisch gefuehrten Journal zur oeffentlichen Konsumation um mehr als 5 (in Worten fuenf) NPs

- Oeffentliche Zurschaustellung von uebermaessiger Lebensfreude in o.g.
Journal in einer Art und Weise, die geeignet ist, die Daheimgebliebenen in tiefste Depressionen zu stuerzen

- Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Mindestfrequenz an Depeschen in o.g. Journal

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb einer Frist von 2 Stunden ab Urteilsverkuendung durch persoenliche Vorsprache in einer lokalen Dependance der UTMI Einspruch erhoben werden. Ihre naechstgelegene Zweigstelle entnehmen Sie bitte dem Aushang im Keller der Zentralen Dachorganisation in Genf.

Mit freundlichen Gruessen,
Heinz [xxx]
Leiter der Bestrafungsabteilung
Strenge-Kammer-Gasse 17
4242 Wels/Karpfenbach

* * *

Antonio „Negro” Aguilar ist so etwas wie eine lebende Legende in Valladolid, behauptet mein Reiseführer, Inhaber eines Sportartikelgeschäfts und Radverleihs, vermietet er auch die billigsten Zimmer in der Stadt. Nach meiner Ankunft wollte ich mich schon wegen eines Fahrrads erkundigen und die günstige Bleibe in Anspruch nehmen, doch erst nachdem ich mein überteuertes Ersatzquartier bezogen habe, öffnet sein Geschäft wieder die Pforten. Auf einem Schemel hockt ein älterer Herr, an dem ich beim besten Willen nichts Schwarzes entdecken kann, in nichts als unterhosenkleine Shorts gewandet, die Hände auf den wuchtigen, übereinandergeschichteten Wölbungen seines Bauches gefaltet und starrt mich missmutig an.

Never judge a book by its cover. Ich begrüße ihn freundlich, was er mit einem ungeduldigen Seufzen quittiert. Also frage ich auf Spanisch nach den Preisen eines Leihrades, worauf er nur müde in Richtung einer mit der gewünschten Information beschrifteten Tafel winkt. Ich wolle morgen früh gleich losradeln, ob um acht schon offen sei. „A las siete”, antwortet er laut und, wie ich nicht umhinkomme festzustellen, unfreundlich. Na ja, noch jemand, der unter der Flut von Touristen kaputtgegangen ist, denke ich bei mir, als ich schweren Herzens in mein dekadentes Domizil zurückkehre, um mich meinem Abendessen aus Keksen und mexikanischen Süßspeisen zu widmen.

Am nächsten Morgen ist dann wirklich Antonio im Geschäft. Schwarzhaarig, schlank, sehr freundlich lächelnd und auf Anhieb sympathisch. Und will für die kommende Nacht für ein Zimmer mit Bad und Ventilator weniger als ich anderorten für ein Schlafsaalbett bezahlt habe.

* * *

Méridas ehemaliger BahnhofMérida vor ein paar Tagen war ebenfalls nicht gerade ein durchschlagender Erfolg; ein kleineres körperliches Gebrechen, wie Experten vermuten von einer vegetarischen Pizza verursacht, hat meiner Motivation, mich mit der yucatan’schen Hauptstadt eingehend auseinanderzusetzen, wenig Vorschub geleistet. Beim Durchstreifen der hitzeflirrenden Gassen und Plätze stoße ich aber auf die aufgelassene Eisenbahnstation, von außen ein schmuckes Gebäude, das sofort mein Interesse weckt. Speziell für meinen guten Freund Christoph, von dem wir annehmen dürfen, dass er diesen Blog nicht oder zumindest nicht mit der gebührenden Aufmerksamkeit verfolgt, da er mir schöne Grüße nach Südamerika sendet, breche ich in das Gelände ein, klettere zwischen und in den skelettierten, vor sich hinrostenden Zügen herum und mache Fotos, bis mich ein unversehens auftauchender Wächter, der einen Kollegen in seinem umfangreichen Bauchraum verstecken könnte, unter Androhung von Polizeigewalt hinauswirft. Angesichts der überall verstreuten Bierflaschen, Kondome und Einwegspritzen wage ich leise Zweifel an seinen Fähigkeiten zu hegen, unwillkommene Eindringlinge fernzuhalten, äußere diese Einschätzung allerdings nicht.

Züge - dieser hier gut erhaltenGraffiti-Kunst in Mérida„Aber es war doch nicht abgesperrt”, erkläre ich wahrheitsgemäß, nachdem ich vorher circa zehn Minuten lang gebraucht habe, um eine tatsächlich unversperrte Seitentür ausfindig zu machen. Für Nini schnappschieße ich beim Hinausgehen noch ein paar weitere, allerdings wenig aufsehenerregende Buchstabengraffiti.

* * *

Ich antworte Heinz:

Sehr geehrter Herr [xxx],

als Inhaber eines Befreiungsscheines F-81 der UTMI, wie sie seit 1998
an besonders suizidgefaehrdete Reisende ausgestellt werden und ferner
als langjaehriger Laienrichter beim Berufungsgericht der
Dormitory-Streitschlichtungsstelle Lateinamerika Nord (BG S-LAN /
UTMI) muss Ihnen bei der uebereilten Ausstellung des
Bussgeldbescheides ein Fehler unterlaufen sein.

Ich muss Sie daher ersuchen, die Aktenlage nochmals sorgfaeltig zu
pruefen, ehe die Situation fuer Sie unangenehme Konsequenzen hat.

Mit freundlichen Gruessen,
Matthias [xxx]
UTMI Mitglieds-Nr. 00000012
UTMI-Laienrichter 0002

Merida / Yucatan, Mexiko

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Das Hostal Zocálo in Mérida gehört einem etwa fünfzigjährigen Mexikaner mit grauem Pferdeschwanz, der die Säulengänge und hohen Räume wie ein Patriarch durchschreitet und nachlässig hingeworfene Anweisungen an das diensteifrige Personal ausstreut. Bei meinen Erkundigungen, ob jemand die Passphrase für das vorhandene Drahtlosnetzwerk kennt, stoße ich zunächst auf eine Mauer des Schweigens und der Verleugnung („WLAN haben wir hier nicht”), bis ich schließlich eine blonde Frau ausmache, die über ihren Laptop gebeugt eindeutig GMail benutzt.

Unter Aufbietung meines ganzen Charmes verwickle ich sie unauffällig in ein Gespräch („Sorry, but do you know the passphrase to the wireless internet connection they seem to have here?”) und entlocke ihr schließlich das begehrte Geheimnis. Joanna (den Namen habe ich geändert) sieht aus wie fünfunddreißig, ist sechsundvierzig, hat einen Sohn, der mit seiner Freundin in Rosenheim (Deutschland) lebt und ist die Lebensgefährtin des grauhaarigen Patriarchen. Als sie erfährt, dass ich aus Wien stamme, wird sie hellhörig, ihr Sohn werde dort nämlich hinziehen, wie Wien denn so sei, sie sei ja mal in Rosenheim gewesen, das sei ja furchtbar kalt dort, und Wien solle ja überhaupt noch viel windiger sein. Und ob es überhaupt coole, liberale Leute dort gäbe, oder nur lauter konservative Traditionalisten.

Sie selbst sei aus Louisiana, was bei mir neben Sümpfen und Cajun-Küche sofort Assoziationen an religiöse Südstaaten-Fundamentalisten und den Ku-Klux-Klan weckt; insofern würde ich Wien durchaus als liberal bezeichnen. Joanna hat die letzten zwei Jahre in China Englisch unterrichtet und ist seit drei Monaten in Mexiko, wo sich eben diese etwas heikle Liebesgeschichte ergeben hat.

Also erzähle ich ihr vom ersten Bezirk, von der Ringstraße, vom Rathausplatz, vom Kino unter Sternen und Christkindlmärkten, vom Schloss Neugebäude und vom Prater. Von den Klischees, die stimmen, und den schönen Dingen, die eigentlich Klischees sein müssten, wenn die Welt mit rechten Dingen zuginge. Außerdem von Kleingeist und Fremdenhass, von Fiaker- und Kaffeehauskitsch und von den Unterschieden zu Deutschland.

In der Nacht, während alle anderen entweder schon schlafen oder noch aus sind, setze ich mich an den Tisch, wo wir Gäste sonst das gemeinsame Frühstück einnehmen und versuche, auf meinem Laptop etwas Train zu programmieren (fragt lieber nicht). Das Angebot meines Schlafsaalkollegen Carlos, der, wenn ich das richtig verstanden habe (wir müssen Spanisch reden, Carlos kann erstaunlicherweise noch weniger Englisch als ich Spanisch), für die staatliche Lebensmittelaufsicht oder so arbeitet, noch in eine Disco zu gehen, lehne ich dankend ab. Carlos, der erst gegen drei Uhr nachmittags seine Arbeit aufnimmt und davor unmotiviert im Hostal herumlungert, ist um etwa zehn Uhr nachts sturzbetrunken mit diesem Vorschlag wieder aufgetaucht. Was immer seine genaue Jobbeschreibung ist, so schlimm kann es nicht sein.

Mit uns im Zimmer ist noch ein gebürtiger Schotte, der in Cancún als Paraglide-Ausbilder gearbeitet hat und jetzt auf Jobsuche ist sowie eine etwa fünfzigjährige Frau aus Tschechien, die die letzten drei Monate allein durch Mittelamerika gerucksackreist ist – wenn ich einmal fünfzig bin, möchte ich auch so cool sein wie sie.

Es ist nach Mitternacht, als Joanna ihrerseits ihren Computer an den Frühstückstisch schleppt um, wie sie sagt, eine Kurzgeschichte zu schreiben.

Sie erzählt unaufgefordert aus ihrem Leben, und davon, dass ihr Freund ständig etwas mit anderen Frauen habe. Und sie ständig auf Frauen aufmerksam mache, mit denen sie (Joanna) doch Sex haben solle. „Are you a writer?” fragt sie plötzlich, „please say no.”

Also verneine ich pflichtgemäß. Erleichtert fährt sie fort, mir ihr Herz auszuschütten. Wir trinken Rum (zunächst mit Ananassaft, dann pur), und immer, wenn sie meint, ein verdächtiges Geräusch gehört zu haben, versteckt sie mein Glas. Wir müssen hin und wieder Deutsch reden (das sie ganz gut kann), da ihr Freund Englisch versteht. Er sei so verliebt in sie gewesen, und jetzt rede er dauernd von anderen, besonders wenn er high sei.

„Now, suddenly, I’m not enough. I’ve never had to deal with rejection before.” Das kann nicht stimmen, denke ich mir, und: ich könnte dir was von Abweisung erzählen.

„He was out with his friends, doing some lines”, sagt sie, „and when he came home… You know, I don’t think ‘kinky’ is the answer.”

Ich pflichte ihr bei. “Kinky can be fun, but it’s never a solution for anything”, stelle ich meine Lebenserfahrung unter Beweis; gleichzeitig wird mir etwas mulmig. Ich will diese Unterhaltung über das Privatleben meines Gastgebers eigentlich gar nicht führen – diese Lateinamerikaner sind ja gerüchteweise eher heißblütig und Joannas Geheimnistuerei widerspricht dieser Vermutung auch nicht gerade, also suche ich nach einer unauffälligen Möglichkeit, mich zurückzuziehen. Bevor ich diesen Plan allerdings in die Tat umsetzen kann, geht sie ihrerseits schlafen.

Ich wende mich wieder Access und Visual Basic zu, doch es sind kaum fünfzehn Minuten vergangen, als eine Tür knallt und sie mit verquollenen Augen an den Tisch stürzt. Er lasse sie nicht schlafen, der alte Lustmolch, ob ich glaube, dass sie ihn verlassen solle? Er war so ein toller Mann eigentlich. Früher. Drei Monate lang. Oder so.

Ich weiß nicht warum, es kann am Alkohol liegen, aber ich verleihe meiner gerade erst geborenen Vermutung Ausdruck, die Männer in patriarchalischen Gesellschaften würden nur deshalb so attraktiv auf emanzipierte Frauen wirken, weil sie endlich einmal die klassische Rolle des Eroberers ohne Wenn und Aber einnehmen würden, so anders als die einschlägig vorgewarnten Weicheier daheim. „But in reality, their strength is based on the lack of strength and empowerment of the women in their societies.” Den Rest will ich euch ersparen, mit ausreichend Rum hat sich das durchaus sinnvoll angehört.

„So do you think I should leave him?”

Ich sage ja (ich weiß, ich weiß) und fürchte mich den ganzen folgenden Tag ein bisschen vor dem Zorn des Patriarchen.

Joanna is gone.

* * *

Heinz antwortet:

Sehr geehrter Herr [xxx]!

Natuerlich wurde vom hochwohlgeborenen und unfehlbaren Gericht keine wie auch immer geartete Verfehlung begangen. Der Ihnen zugewiesene Pflichtverteidiger durfte waehrend der Verhandlung gemaess Paragraph 692 der Vereinsstatuten im benachbarten Gebaeude verweilen und hat die Rechtmaessigkeit aller Vorgaenge auch ohne die eigentlich vorgesehene Androhung der Blendung bestaetigt.

Der von Ihnen angesprochene Dispens wurde Ihnen zwar von einem offiziellen Organ gewaehrt, ist aber leider nicht als Beweismittel zulaessig vor einer Disziplinarkommission nach Verordnung 04-TRT OLEAT.
Dazu muesste er durch einen von der Vollversammlung einstimmig beschlossenen Ergaenzungsbescheid F-81 ZULU zu einem Substantum Novum erhoben werden, der dann In Corpus Res vor einer Commissio Glavinaris Divinorum ad acta gelegt werden kann.

Da wir aber keine Unmenschen sind, werten wir Ihre Ausfuehrungen als Gnadengesuch und verzichten auch auf die in der Strafprozessordnung festgelegten Kniefaelle zu dessen Beruecksichtigung. Ihnen wird in den naechsten Tagen bezueglich Anklagepunkt 1. eine Ausnahmegenehmigung zugestellt, die Ihnen eine Anhebung der Nebensatzquote fuer 2008 um 10% p.m. gewaehrt (bitte beachten Sie, dass bei einer Nichtausschoepfung des Kontingents dieses verfaellt). Weiters wird die Euphorietoleranz in Ihrem Fall gemaess der im Befreiungsschein F-81 vorgegebenen Werte eingestellt. Gegen Punkt 3. hilft aber kein Einspruch und kein Rekurs.

Dadurch entsteht kein Praezedenzfall und keinerlei Rechtsanspruch in zukuenftigen Faellen. Die hier dem zu strafenden Subjekt vorenthaltene Haerte muss in anderen Faellen nachgeholt werden.

Mit nachsichtigen Gruessen,
Heinz [xxx]
Grossmeister III. Klasse
Traeger des Goldenen Shashlyk-Spiesses fuer Usbekistan-Veteranen

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Wieviel ist von den 96 Franken jetzt noch zu zahlen?

[Nur falls noch Unklarheiten bestehen: auf die kleinen Bilder klicken, dann kommt die größere Version zum Vorschein. Ich sag ja nur...]

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Vom Fluch, Missfallen zu erregen
14. April 2008 von Matthias

Es muss dem Reisenden auch erlaubt sein, respektvoll die nicht ganz so wunderbaren Seiten des Landes zu erwähnen, dessen Gastfreundschaft er in Anspruch nimmt, natürlich ohne der Versuchung zu erliegen, pauschale Verurteilungen abzugeben. Usus mag es sein, jede Nichtigkeit, die einem zu Hause nicht einmal ein müdes Achselzucken abringen würde, mit berauschten Superlativen der Begeisterung zu bedenken („Die Busse! So pünktlich und so sauber!“) sowie über die Unannehmlichkeiten des Reisealltags wie fehlendes Warmwasser, verschmutzte und verfilzte Abflüsse oder Bettlaken, auf denen ein Vorgänger auf äußerst unangenehme Weise verschieden zu sein scheint den dezenten Mantel des Schweigens zu breiten, aber hier auf diesem Blog fühlen wir uns nichts als der nackten, brutalen Wahrheit verpflichtet.

Und so schmerzt es mich, schonungslos den mangelnden Enthusiasmus der Dienstleistungsdienstnehmer in Chiapas an den virtuellen Pranger stellen zu müssen. Es ist verständlich, nach Jahren an der Rezeption eines Hotels oder im Büro einer Reiseagentur eine tiefe und ehrliche Antipathie gegenüber den Klienten bzw. Touristen zu entwickeln, ja der erfahrene Reisende erwartet es nicht anders und begegnet herzlicher Freundlichkeit deshalb auch wie einem seltenen Diamanten; aber ebenso wie der verhärmte, abgeklärte Arzt immer ein aufmunterndes Wort für die eingebildeten Leiden seiner Stammpatienten übrig hat, so gehört ein Mindestmaß an Professionalität in der Interaktion mit Kunden eigentlich schon zu den wünschenswerten Eigenschaften eines Angestellten in der Dienstleistungsbranche. (Und da Heinz mich für den vorangegangenen Satz wegen der Überschreitung des zumutbaren Limits an Nebensätzen sowieso schon hassen wird, habe ich auf die geschlechtsneutrale Verwendung von Ausdrücken wie „eines/r Angestellten“ schweren Herzens verzichtet).

Mariam, Anne und James Ein Beispiel soll dies illustrieren. Wir, das sind Mariam aus Kanada (ursprünglich Afghanistan, dann Indien, jetzt Vancouver), Doris aus der Schweiz, Anne aus Berlin (ja, dieselbe wie in meinem Oaxaca / Casa Verde Beitrag) und James aus Australien, großes, blondes und dreitagebärtiges Objekt ihrer Verzückung, stehen im Hippie-Dschungel-Paradies von El Panchan bei Palenque an der Rezeption einer hölzernen travel agency – Baracke und hätten gern ein Taxi gerufen. Die Dame hinter dem Tresen, ein Telefon in Griffweite, winkt nur müde ab, das mache sie nicht, wir möchten uns doch ins nahegelegene Restaurant begeben und es dort versuchen.

Mariam und der DschungelÄhnlich abweisend und mit kaum unterdrückter Verachtung begegnet uns ein paar Tage zuvor das Personal des ansonsten durchaus empfehlenswerten Planet Hostels in San Cristobal.

Wir sind ein gerade noch erträgliches Ärgernis, ein notwendiges Übel, das einmal mehr verdeutlicht wie schön die Arbeit in der Touristikbranche ohne Touristen sein könnte; keine große Überraschung eigentlich, und vielleicht ist diese unverhohlene Ablehnung im Grunde ehrlicher und begrüßenswerter als die falsche Patina aus Freundlichkeit, die einem sonst manchmal entgegengebracht wird. Ich möchte meinen Hang zu Übertreibungen nicht missverstanden wissen; wer hier in Mexiko den Menschen herzlich begegnet, erlebt eine typisch lateinamerikanische Mischung aus Lebensfreude und Offenheit, die in – sagen wir mal – Wiener U-Bahnen nie anzutreffen sein wird.

Regenwald bei PalenqueWarum also ausgerechnet in manchen Backpacker-Absteigen der Missmut und die schlechte Laune unter den Beschäftigten grassieren, mag sich mit dem Verhalten mancher ReisekollegInnen erklären lassen, die das Land lediglich als Möglichkeit sehen, ausgelassen zu feiern, sich nicht um Sitten und übliche Verhaltensweisen scheren, und nicht auf den gewaltigen Einkommensunterschied achten. Hier sind wir, verlustieren uns nach Lust und Laune, werfen mit vergleichsweise hohen Beträgen um uns und reisen ohne absehbares Ende, während die Leute, die unsere Bettwäsche wechseln, unser Bier bringen oder uns vom Busbahnhof ins die Unterkünfte fahren außer diesen kurzen Einblicken in unsere Ausgelassenheit vermutlich nie die Chance haben werden, es uns gleichzutun. Was nimmt es da Wunder, wenn wir Unmut erregen – zumal wir nur ein temporäres Phänomen darstellen; wie Geister ziehen wir in unserer geschützten Rucksacktouristenblase durchs Land, ohne individuelle Spuren zu hinterlassen, saugen Eindrücke und Erfahrungen auf und lassen Geld und, manchmal, Neid zurück.

Das macht echte Begegnungen zwischen Menschen so wunderbar; sei es das kurze Gespräch mit einem jungen Englischstudenten über die Tücken der englischen Sprache, die Begegnung mit Casa Verde oder der Moment, wo wir mit Einheimischen ins Gespräch kommen, ohne dass wir ein Ticket kaufen wollen und ohne dass sie etwas zu verhökern hätten.

* * *

Mariam ist die verlorene afghanische Schwester von Julia und Sissi; dieselbe Stimme, dieselbe Gestik, funkelnde Augen und ein Temperament, dem alle Unbill der Welt nichts anhaben zu können scheint. Sie ist, wie James es so treffend formuliert, a social butterfly, kommt leicht mit allen Menschen ins Gespräch, lächelt viel und gibt jedem einzelnen ihrer Gesprächspartner das Gefühl, sich ihr oder ihm ganz allein und individuell zu widmen.

Sie hat etwas verquere Ansichten zu Themen wie Krebs (eine von Menschen geschaffene Krankheit), hält es für möglich, dass wir alle nur genmanipulierte Objekte eines gewaltigen Experiments sind und liest Bücher von Eckhart Tolle. Sie isst langsam und mit Hingabe, skizziert, zeichnet und notiert in einem großen schwarzen Notizbuch, liebt Saul Williams, Ernest Hemingway, schöne Männer und schöne Frauen gleichermaßen, ist Künstlerin und nach eigenen Angaben noch ziemlich unerfahren in Beziehungsfragen.

Sie wird bis Ende Juni in Mittelamerika unterwegs sein; während meine nächsten Wege mich aber nach Yucatan und vielleicht Belize führen werden, wendet sie sich schon bald direkt nach Guatemala.

„Die ist so süß“, sagt Anne, „wenn ich ein Typ wäre, würde ich mich unauffällig an sie ranmachen.“

Die reisenden Musiker einer nordkalifornischen Band, die 5000 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt hat und die letzten zwei Abende hier in El Panchan, dieser Ansammlung aus cabanas, Hütten und Häusern auf Stehlen im Dschungel knapp zwei Kilometer von den weltberühmten Ruinen entfernt, aufgetreten sind, liegen ihr jedenfalls bereits zu Füßen.

* * *

Ruinen von PalenquePalenque und sein Hippie-Anhang El Panchan existieren eigentlich nur, damit die Touristen irgendwo in der Nähe der Ruinen wohnen können. Was durchaus verständlich ist, selbst für jemanden wie mich, der sich normalerweise nicht unbedingt alle alten Steinhaufen en detail ansehen muss, erweisen sie sich als majestätische Überraschung. Und bestätigen einmal mehr die alte Theorie, dass es einen sehr guten Grund für den Gringo-Trail gibt, diese Reiseroute in Lateinamerika, der fast alle Ausländer, vulgo Gringos, mehr oder weniger folgen. Weil er nämlich tatsächlich sehens- und erlebenswert ist.

Die Ruinen von PalenqueUnd wenn wir dazu noch das Gruppenerlebnis von ein paar zusammengewürfelten Leuten aus aller Welt bekommen, umso besser.

„Woher kommt ihr?“ fragen uns die Taxifahrer, wenn wir zu fünft in ein Taxi klettern.

„Australien, Deutschland, Schweiz, Österreich und Kanada“, halte ich für eine erwähnenswerte Antwort.

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