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	<description>Random Notes From A Trip</description>
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		<title>H is for Hardcore</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 08:40:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[bangkok]]></category>
		<category><![CDATA[Haitauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[normalsterblich]]></category>
		<category><![CDATA[Siam Paragon]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerne verwendet wird ja der Ausdruck "Normalsterbliche", weniger als Gegensatz zu abnormal Sterbenden (durch Kokosnussbefall getötet oder Opfer einer tollwütigen Laborratte), sondern mehr, um den schnöden Plebs von den wirklich interessanten Menschen abzuheben, deren Tage nicht von Routine, sondern vom Glanz des Abenteuers geprägt sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerne verwendet wird ja der Ausdruck &#8220;Normalsterbliche&#8221;, weniger als Gegensatz zu abnormal Sterbenden (durch Kokosnussbefall getötet oder Opfer einer tollwütigen Laborratte), sondern mehr, um den schnöden Plebs von den wirklich interessanten Menschen abzuheben, deren Tage nicht von Routine, sondern vom Glanz des Abenteuers geprägt sind. Blueslegende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Johnson_%28Blues-Musiker%29" target="_blank">Robert Johnson</a> zum Beispiel, der auf einer Kreuzung im amerikanischen Süden, so will es der Volksmund wissen, seine Seele dem Leibhaftigen verkauft hat, um die Gitarre so spielen zu können wie kein anderer, wird ja gemeinhin eher nicht als normalsterblich bezeichnet, sondern als, nun ja, Blueslegende eben. Auf seine ganz eigene, überhaupt nicht pr0n-verwandte Art war Johnson so gesehen ziemlich hardcore, weil Seele gegen ein bisschen Saitengezupfe zeugt schon von Leidenschaft.</p>
<p>Fun Fact about Thailand (II): kurz bevor es zu jener schicksalhaften Begegnung zwischen Belzebub und Bluesbub gekommen ist, war Robert Johnson ja auf Südostasien-Backpacking-Trip. Der dabei entstandene Songzyklus ist wegen des wenig satanischen Gitarrenspiels eher unbekannt geblieben, aber aus gegebenem Anlass möchte ich aus dem 12-Bar &#8220;Bangkok Blues&#8221; zitieren:</p>
<p><em>Got me a ping-pong ball and a few baht to my name,<br />
I said: got me a squishy ping-pong ball and a few baht to my name<br />
Got me this ping-pong ball and a few baht to my name (Lawd have mercy)<br />
Down with the Bangkok Blues again</em></p>
<p><em>Got a few months left to live, Lawd, I&#8217;m in pain<br />
I said, got me a few months left to live and I&#8217;m in pain<br />
Got me this STD, the ladyboys again,<br />
Got me some morphine from the cornershop<br />
To try and dull the Bangkok Blues in vain</em></p>
<p>* * *</p>
<p>Während meinereiner auf Koh Tao die Haie ja nur aus relativ sicherer Entfernung von ein paar Metern freitauchend erlebt hat, zeigt Heinz, dass das H in seinem Namen für &#8220;hardcore&#8221; steht und bringt das &#8220;teuer&#8221; zurück ins Abenteuer, indem er wenige Stunden vor unserem Rückflug im Siam Paragon-Shopping-Center, mit dem wir so angenehme <a href="http://www.imdb.com/find?s=all&amp;q=avatar" target="_blank">Avatar</a>-Erinnerungen verbinden, für umgerechnet hundert Euro in der Siam Ocean World mit den Haien tauchen geht.</p>
<p>Das ist vor allem aus zwei Gründen bemerkenswert, die nichts mit Haien zu tun haben (weil ich auf Koh Tao, wenige Meter, freitauchend, eh schon wissen), nämlich erstens, weil seine Mittelohrentzündung noch nicht ganz abgeklungen ist und er Bade- und Wasserverbot hat (und zudem ja eben erst erkältet war und noch immer so rumhustet wie ein Lungenkrebserkrankter im Endstadium und zweck Nasenfreimachung zur Selbstmedikamentation greifen muss) und zweitens, weil ja zwischem jedem Tauchgang und einem Flug mindestens zwölf Stunden liegen müssen, aus Sicherheitsgründen, damit man nicht elendiglich an decompression sickness erkrankt und stirbt oder zumindest einige Tage und ein paar zehntausend Dollar in einer recompression chamber verbringen darf.</p>
<p>Zwischen dem Ende seines Tauchgangs und unserem Flug liegen acht Stunden.</p>
<p>Aber Heinz, der nie zaudernde Haudegen, sagt sich wohl, Leben sowieso überbewertet und Ohren hat man ja auch zwei, also macht er sich nicht in den Wetsuit, sondern tollt zum Gaudium der nicht so mutigen Oceanworld-Besucher in Südostsiens größtem Aquarium mit den Haien, Rochen und anderem Meeresgetier herum.</p>
<p>Wie sich das auf unseren Flug auswirkt, ob Heinz lebend, mit irreperablen Gehör- und/oder Lungenschäden in Österreich ankommen wird oder ob wir aus medizinischen Gründen in Russland notlanden müssen, das wird die Zukunft weisen.</p>
<p>Das Blogvolk darf in gespannter Erwartung verharren; da wir auf downtheroad.at unsere Reisen aber gerne mit medizinischen Katastrophen beenden (siehe November 2008), sollte nicht notwendigerweise mit einem Happy-End gerechnet werden.</p>
<p>* * *</p>
<p><em>Got me a ruptured eardrum and my lung collapsed, my friend<br />
I said, got me a ruptured eardrum&#8230;</em> usw, man kennt das mittlerweile.</p>

<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=521' title='ultimate_man'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/ultimate_man-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="The Ultimate Man?" title="ultimate_man" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=525' title='alles_ok'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/alles_ok-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das Taucher-OK-Zeichen" title="alles_ok" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=522' title='hekker_swim'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/hekker_swim-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Noch schwimmt Heinz guter Dinge..." title="hekker_swim" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=523' title='hai_gross'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/hai_gross-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kein Photoshop, sondern bittere Realität" title="hai_gross" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=524' title='hi_hai'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/hi_hai-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Diese Fotos entstanden im Keller eines Bangkoker Shoppingcenters" title="hi_hai" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=526' title='2haie'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/2haie-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Is it a movie? No." title="2haie" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=527' title='aquarium'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/aquarium-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Heinz lässt die Kinderlein zu sich kommen" title="aquarium" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=528' title='hai_allein'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/hai_allein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Shark off!" title="hai_allein" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=529' title='hekker1'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/hekker1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Last time you&#039;ll see him alive... Maybe." title="hekker1" /></a>

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		<title>Was haben wir gelernt?</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 10:26:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hekker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[So ist das, kaum hat ein Urlaub so richtig angefangen, ist er auch schon wieder vorbei. Ich bin nur ein wenig traurig, dass mein Alleseinschaasartikel anscheinend von allen fuer bare Muenze genommen wurde. Ich meine, mir ist schon bewusst, dass ich ein Mensch bin, der, gaebe es eine Suderolympiade, nicht einmal hingehen wuerde, weil eh fuer die Fisch und lauter Wappler dort. Aber das?! Naja.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So ist das, kaum hat ein Urlaub so richtig angefangen, ist er auch schon wieder vorbei.  Ich bin nur ein wenig traurig, dass mein Alleseinschaasartikel anscheinend von allen fuer bare Muenze genommen wurde. Ich meine, mir ist schon bewusst, dass ich ein Mensch bin, der, gaebe es eine Suderolympiade, nicht einmal hingehen wuerde, weil eh fuer die Fisch und lauter Wappler dort. Aber das?! Naja.</p>
<p>Gleich zweimal krank werden hat halt echt nicht sein muessen. Nicht einmal zum Raften bin ich gekommen, weil mich eine derartig orge Verkuehlung in die Haengematte gestreckt hat, kein Vergnuegen, Haelfte auch genug. Sogar die chinesische Medizin habe ich ausprobiert, die der Raftingchef Matthias fuer mich empfohlen hat. Aber was soll ich sagen, nachdem ich das uebelriechende Pulver mit Wasser zu einer kackbraunen Matschsauce verruehrt hatte und runtergewuergt, leider keine Spontanheilung, aber mir war so schlecht, dass mir die Verkuehlung auch wuerstel war fuer ein paar Stunden. Jedenfalls wurde Pai so zu einer Fortsetzung von Koh Tao, nur halt Haengematte am Flussufer, ansonsten viele Buecher und ein wenig Diplomarbeit wie gehabt.  Pai ist eigentlich der beste Ort der Welt, um krank zu sein: Schoen warm am Tag, in der Nacht kuehlt es angenehm ab, im Umkreis von 250 m hat man alles, was man sich wuenschen kann: Vom French Toast mit Cappucino zum Fruehstueck, Khao Pad oder Pad Thai oder ein Kokosmilchsupperl zu Mittag, der Nachmittagskaffee bei der Lieblingskaffeestandlfrau eingenommen, und am Abend dann Essen gehen, Thai oder zur Abwechslung doch Falafel oder Pizza, vielleicht noch abgerundet mit einem Banana Roti (so palatschinkenmaessig) bei dem einen Mann mit dem Fu Man Chu-Bart. Das koennte ich noch wochenlang machen.</p>
<p>Vielleicht wird&#8217;s ja wirklich Zeit, dass ich den Rucksack gegen so ein Rollkofferdings austausche (spuck) und Waldviertel soll ja auch nett sein. Jedenfalls habe ich mehr Apotheken von innen gesehen als Tempel, auch was.</p>
<p>So, bevor ich jetzt (diesmal berechtigerweise) der Jammerei bezichtigt werde: Es is eh super. Thailand ist ja wirklich recht einfach zu bereisen, da braucht sich keiner fuerchten. Der Backpackertrail ist so breit ausgetreten und bequem gepolstert, man koennt fast glauben, das ganze Land ist ein einziger riesiger Urlaubsclub mit fuer alle was und ohne Animateure, dafuer mit besserem Essen. Weil ehrlich, die &#8220;Eating&#8221;-Sektion im Lonely Planet haetten sie sich ruhig sparen koennen, weil man schafft es ja eigentlich nicht, irgendwo 100 m zu gehen ohne das eigene Koerpergewicht in lecker Thaifood zu sich zu nehmen. Sogar die Touristenbahtausquetschung ist aufs absolut notwendige Minimum beschraenkt, man tut sich echt schwer, wirklich beschissen zu werden, und wenn, dann sind&#8217;s ein, zwei Euro zu viel und eigentlich herzig. Es ist so entspannt, man kann echt in dunklen Seitengassen sitzen und aus 1000-Baht-Scheinen Papierflieger basteln und durch die Gegend schiessen, freundliche Thais werden sie dir zurueckbringen und sich fuer die Stoerung entschuldigen.</p>
<p>Zum Unterhaltungsangebot; wenn einem Tauchen, Strandliegen, Schnorcheln, Trekking, Raften, Mountainbiken, Klettern, Quadfahren und Tempelanschauen schon reicht: Ein Cocktailkuebel oder zwei, und schon ist wieder alles lustig. Vor allem in Pai war das Nachtleben ja wirklich ein Hit: Livemusik an allen Ecken und Enden, viel Jazz, Reggae und Rock, Strassenbars und Pubs. Auf Koh Tao muss man halt damit leben, dass die noch immer CDs aus dem Container spielen, den sie in Ibiza vollgeschmissen haben mit lauter Sachen, die dort keine Sau mehr hoeren kann, aber siehe Kuebel.</p>
<p>Alles in allem ist es ja wirklich ein Kunststueck, hier keinen Spass zu haben, und ich muss sagen: Ein wenig bin ich schon stolz, dass mir das gelungen ist.</p>
<p>Smilie, Ironiewarnung, Sarkasmuspruefsiegel, und so.</p>
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		<title>The Bridge on the River Pai</title>
		<link>http://downtheroad.at/blog/?p=489</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 11:53:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Franzosen]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Pai]]></category>
		<category><![CDATA[Whitewater Rafting]]></category>

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		<description><![CDATA["Uije", sage ich zu Heinz, nachdem ich den folgenden Beitrag fertiggetippt habe, "ich glaub, ich hab ungefähr ein halbe Million Worte geschrieben."

Er blickt nur kurz von seinem Buch auf. "Na eh nicht schlecht."

"Das liest ja keine Sau", mutmasse ich verdrießlich. 

Egal, schauen wir mal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Uije&#8221;, sage ich zu Heinz, nachdem ich den folgenden Beitrag fertiggetippt habe, &#8220;ich glaub, ich hab ungefähr ein halbe Million Worte geschrieben.&#8221;</em></p>
<p><em>Er blickt nur kurz von seinem Buch auf. &#8220;Na eh nicht schlecht.&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Das liest ja keine Sau&#8221;, mutmasse ich verdrießlich. </em></p>
<p><em>Egal, schauen wir mal.</em></p>
<p>Vor Jahren, in einem Postamt in Tel Aviv, in der Schlange vor einem Schalter, bei dem ich eine Teilmenge meiner Shekel in Briefmarken umtauschen wollte, hat mir eine Frau den folgenden Witz erzählt &#8211; Anlass war das eher herbe Verhalten der Schalterbeamten und der anderen Wartenden.</p>
<p>Ein Amerikaner, ein Russe und ein Israeli stehen in einem Supermarkt vor einer leeren Fleischkühltruhe. Davor ein Schild &#8216;Wegen einer Fleischknappheit bitten wir Sie um Entschuldigung.&#8217; oder so. Jedenfalls, der Russe ist etwas verwirrt. &#8220;Was ist <em>Fleisch</em>?&#8221; fragt er.</p>
<p>Der Amerikaner hingegen hört gar nicht richtig hin. &#8220;Was soll das sein, <em>Knappheit</em>?&#8221; fragt er.</p>
<p>Den Israeli stört ein ganz anderes Detail. &#8220;Was heißt <em>Entschuldigung</em>?&#8221;</p>
<p>* * *</p>
<p>Die Thais sind ja eher nicht so. Das Klischee vom immerwährenden Lächeln mag zwar ein Klischee sein, wie nahe es aber an der Wahrheit ist, sollen zwei Anekdoten verdeutlichen. Heute, frisch vom Whitewater Rafting heimgekehrt, von dem gleich noch ein wenig die Rede sein soll, bin ich im Rahmen eines dreistündigen Spaziergangs, der mich unter anderem auch zum Schauplatz der zweiten Weltkriegsbrücke über den Pai-Fluss geführt hat (die so gar nichts mit dem <a href="http://www.imdb.com/title/tt0050212/" target="_blank">annähernd gleichnamigen Film</a> zu tun hat) auch frohen Mutes über eine weniger eindrucksvolle Bambusbrücke marschiert. Maschiert deshalb, weil mein generell ja nicht unbeschwingter Schritt durch die Klänge von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=uTF2ZkqCa4M" target="_blank">Pay Me My Money Down</a> noch zusätzlich befedert schon von nahezu verdächtiger Ausgelassenheit war.</p>
<p><a href="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/paibridge.jpeg"><img class="size-thumbnail wp-image-491" title="Pai Bridge" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/paibridge-150x150.jpg" alt="Auf diesem Steg verungluecke ich beinahe einen alten Mann" hspace="5" width="150" height="150" align="left" /></a>Bambus im Allgemeinen und insbesondere diese Art der Konstruktion neigt aber ein wenig zum Mitfedern, sodass ich unversehens die ganze Brücke in fröhlichen Aufruhr versetzte &#8211; man stelle sich das vor, wie ich, weltweit gerühmt für die Grazie meiner Bewegungen und den charmanten Verve meines Wanderschritts, über den Bambus husche; nicht umsonst nennen sie mich mancherorts Elfenfuss Leichtschritt; ein beherzter Sprung über eine Stufe schliesslich erschütterte den Steg so nachhaltig, dass ein älterer Thai, der vor mir sein schweres Los und ein paar in semitransparenten Plastiksäcken verstauten Habseligkeiten einhertrug, aus dem Tritt gebracht wurde und sich nur durch beherztes Herumstolpern vom Sturz in die trüben Wasser retten konnte.</p>
<p>Der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen nix dagegen. <em>Mortal Embarrasment</em> meinerseits die Untertreibung des Jahrhunderts. Während nun ein westlicher Rentner von der Rüstigkeit meines Opfers sein Geschrei nach der Polizei nur kurz unterbrochen hätte, um mich mit seinem Regenschirm zu entmannen, schienen den Alten meine Entschuldigungen allenfalls zu belustigen. Nachsichtig klopfte er mir auf die Schulter, deutete auf seine unförmigen Schlapfen und grinste mich fröhlich an, während er ein paar Sätze hervorsprudelte, die mich mit dem Gefühl zurückliessen, dass <em>er</em> gerade eben <em>mich </em>um Nachsicht gebeten hatte. Gut gelaunt schritt er von dannnen, während ich meinen iPod verschämt in meiner Hosentasche vergrub.</p>
<p>* * *</p>
<p>Für zwei Tage Whitewater Rafting inklusive Essen, Wasser, Campen, Transport usw. haben wir jeweils die Unsumme von etwa fünfzig Euro hingelegt. Heinz ist jedoch von seiner Erkältung (nahezu) dahingerafft worden, sodass er alternative Möglichkeiten zu suchen gezwungen war, sich die Zeit zu vertreiben, wie Hardcore-Hammocking; ich musste allein Raften gehen. Netterweise, und damit wollen wir die zweite Nette-Thai-Anekdote ganz rasch abhaken, hat ein Mann vom Rafting-Shop ihm die gesamte bereits bezahlte Summe persönlich und unaufgefordert an sein Krankenbett im Guest House gebracht. Now <em>that&#8217;s</em> what I call customer service.</p>
<p>Anyway, wie die Albaner zu sagen pflegen.</p>
<p>Wie sich herausstellt (und flugs wechseln wir ohne ersichtlichen Grund ins Präsens), sind meine Mitrafter allesamt Franzosen. Zehn an der Zahl. Nach fünf Jahren Schulfranzösisch bin ich dieser schönen Sprache ja annähernd so gut mächtig wie des Thais, nämlich gar nicht, also beeindrucke ich sie erstmals damit, dass wir Englisch miteinander reden müssen. Da wären Julie und Mathieu, ein Jahr jünger als ich, verheiratet und aus den Pariser Banlieus, des weiteren zwei seit ewigen Zeiten befreundete Familien, die immer gemeinsam urlauben, jeweils bestehend aus Mama, Papa und einer zwölf- und einer vierzehnjährigen Tochter. Macht summa summarum vier Teenager, was mich Schlimmes befürchten lässt, aber sich dann sogar noch als Segen herausstellt.</p>
<p>Zuerst mal zum Rafting. 65 Kilometer Fluss gilt es zu bezwingen, 60 Stromschnellen und, <a href="http://downtheroad.at/blog/?p=79" target="_blank">wie aufmerksame Leser dieser Zeilen wissen</a>, sind Stromschnellen ja nicht gerade meine besonderen Freunde. Glück also, dass die Rafting-Saison wegen des niedrigen Wasserstandes eigentlich so gut wie vorbei ist und der ganze Trip mehr Gemeinsamkeiten mit einem gemächlichen Dahingleiten auf einem Dschungelfluss als mit adrenalingefülltem Extremsport hat. Ab und zu, besonders am zweiten Tag gibt es dann eine Stromschnelle, wo das Boot gegen Felsen prallt, ein wenig herumspringt, wo einem das Wasser ins Gesicht spritzt und man wild mit dem Paddel herumfuhrwerkt und hofft, nicht herausgeschleudert zu werden, aber insgesamt sind diese Szenen eher rar, so wie gute <a href="http://www.fox.com/house/" target="_blank">House</a>-Folgen mittlerweile.</p>
<p>Die vier Mädels, Sophie, Emma, Olvia und Inez, vertreiben sich die Zeit mit erstaunlich harmonischen Gesangsdarbietungen in ihrem Boot, das vom Expeditionsleiter gesteuert wird, den wir einfach Mr. Shy nennen (&#8220;Because I&#8217;m so shy&#8221;, sagt er, und nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein). <em>Oh Happy Day</em>, singen sie, <em>When The Saints Go Marchin&#8217; In</em> oder <em>I&#8217;m A Barbie Girl </em>und eine Unzahl französischer Gassenhauer, und auf dem Fluss tragen die hellen Stimmen erstaunlich weit. Sie bringen Mr. Shy französisch bei &#8211; bald sagt er statt &#8220;Go, go, go!&#8221; brav &#8220;Allez, allez!&#8221; &#8211; und er ihnen ein paar Worte Thai.</p>
<p>Bald vertreiben wir uns die Zeit damit, uns beim Vorbeifahren mit den Paddeln gegenseitig nasszuspritzen, kleine Scharmützel, die recht schnell in einen kilometerlang geführten Krieg ausarten, in dem es zu mehreren Enterangriffen und allerhand heimtückischen Täuschungsmanövern kommt (&#8220;Look! A monkey!&#8221;, eine niederträchtige Ablenkung, auf die ich wiederholt hereinfalle). Wenn schon der Fluss nicht viel Action hergibt, so fallen Mathieu, Julie und ich wenigstens mehrmals fast vor Lachen aus dem Boot, wenn eines der Kinder, mit erhobenen Paddel im Boot stehend plötzlich in den Fluss kippt.</p>
<p>Was zeigt, dass Kinder echt wissen, wie man Spass hat.</p>
<p>* * *</p>
<p>Beim Reisen wiederholen sich die ganzen Kennenlerngespräche ja bis zur Vergasung, wenn man länger unterwegs ist, vergisst man hin und wieder sogar, wem man schon welche gut einstudierte Anekdote erzählt hat. Hundertfach erzählte Geschichten sind bereits auswendig einglernt und publikumsgerecht abgeschliffen und ausgebaut.</p>
<p>Wie immer, wenn ich es mit Menschen aus Frankreich zu tun bekomme, erzähle ich also die Geschichte von der Au pair-Zeit meiner Mutter in Paris (die diesmal besonders passend ist, weil der kleine Bub, den sie damals betreut hat, Mathieu hieß und insofern für meine Namensgebung verantwortlich zeichnet), ich berichte davon, dass es immer noch ein Grund zu tiefer Trauer für sie ist, dass ich ihre Liebe zur französischen Sprache nie geteilt habe, und wie immer sind meine Zuhörer angemessen bezaubert. Ich erfahre im Gegenzug einiges über die Insel in der Nähe Madagaskars, ein französisches Department, von dem alle bis auf die beiden Pariser herkommen (den Namen der Insel vergesse ich natürlich sofort wieder, aber: 800.000 Einwohner, ein aktiver Vulkan in der Mitte und immer Sommer, Hinweise werden gern entgegen genommen).</p>
<p>Die ganzen zwei Tage sind äusserst unterhaltsam und voller kleiner, netter Momente, bis hin zum Biertrinken am Abend unter einem atemberaubenden Sternenhimmel, dreißig Kilometer vom nächsten Dorf entfernt. Die Thais rauchen selbstgedrehte Zigaretten aus Bananenblättern und billigem Tabak, der bei einem Preis von zehn Baht (zwanzig Cent) einen Moment reicht. &#8220;Cigarettes are too expensive.&#8221; Mr. Shy, nicht wesentlich älter als ich, erzählt von seiner zwölfjährigen Tochter, für die er einen Computer kaufen möchte, für den noch das Geld fehlt, davon, dass es zuhause kein Warmwasser gibt und dass er möchte, dass sie einmal in Chiang Mai auf die Universität gehen kann.</p>
<p>Beim Frühstück, wir hätten um acht wegfahren sollen, um acht Uhr fünfzehn ist noch immer keins von den Kindern zu sehen, sagt Jean-Michel, praktischer Arzt und Vater von zweien der Mädchen. &#8220;They will be in a very bad mood. It&#8217;s early for them.&#8221;</p>
<p>Als sie dann endlich aus ihrer Hütte kriechen, warnt er. &#8220;Here they come, with their grumpy morning faces.&#8221; Während zu unserer Zeit unsere Eltern uns mit Kübeln eisigen Wassers und notfalls mit Einsatz von giftigen Skorpionen aus dem Bett gescheucht haben, wie Heinz später anmerkt, als ich ihm davon erzähle, scheinen sich die Erziehungsmethoden heutzutage eher dem laissez-faire hinzugeben. Vermutlich geht deshalb die Welt den Bach runter.</p>
<p>Eines der Mädchen schenkt mir aber überraschenderweise ein Lächeln und sagt &#8220;Good morning&#8221;.</p>
<p>&#8220;She&#8217;s got a happy face, though&#8221;, sage ich. Jean-Michel lacht. &#8220;Yes, she&#8217;s the nice one. But don&#8217;t try to talk to her sister in the morning. That one is really bad.&#8221;</p>
<p>Ah, Elternliebe kennt halt keine Grenzen.</p>

<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=491' title='Pai Bridge'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/paibridge-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Auf diesem Steg verungluecke ich beinahe einen alten Mann" title="Pai Bridge" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=492' title='7eleven_small'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/7eleven_small-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das versprochene Bild von einem 7-Eleven, hier in Pai" title="7eleven_small" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=493' title='7eleven_big'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/7eleven_big-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Bonusbild: die gibt&#039;s auch in gross, ebenfalls in Pai" title="7eleven_big" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=495' title='hekker_katze'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/hekker_katze-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Heinz mit Katze" title="hekker_katze" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=494' title='markt'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/markt-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Auf dem Markt in Pai" title="markt" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=496' title='gruppenbild_rafting'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/gruppenbild_rafting-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Rafting: v.l.n.r.: zweite Reihe: &quot;Mr. Run&quot;, &quot;Mr. Shy&quot;, Mathieu, Julie, Gilbert, Nadine, &quot;Mr. Uthay&quot;, Jean-Michel vorn: Emma, Sophie, Olivia, Inez, Isabella" title="gruppenbild_rafting" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=497' title='rafting'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/rafting-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Meist ist der Fluss seicht und langsam" title="rafting" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=498' title='river_pai'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/river_pai-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="The river Pai" title="river_pai" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=499' title='bootscaptain_mrrun'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/bootscaptain_mrrun-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="&quot;Mr. Run&quot; steuert Julie, Mathieu und mich durch die wenigen Stromnschnellen, hier aber in ruhigem Wasser" title="bootscaptain_mrrun" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=502' title='aufbruch'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/aufbruch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Wir machen uns fertig... der zweite Tag" title="aufbruch" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=501' title='boot'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/boot-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kinderangriff" title="boot" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=500' title='essen'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/essen-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Morgendliches Essen" title="essen" /></a>

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		<title>Pairadise City</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 13:08:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hekker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Pai, au wei. Manchmal ist es nicht gut, einen Ort zweimal zu besuchen. Vielleicht liegt&#8217;s auch an meiner Erkaeltung, vielleicht bin ich auch einfach nur traurig wegen (Quick! Fetch the Cloak of Silence!). Jedenfalls ist aus diesem idyllischen Bergdorf, quasi Honigfalle, die Durchreisende mit Gemuetlichkeit und entspannten Plaudereien wochenlang in seinen Bann zog, so eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pai, au wei. Manchmal ist es nicht gut, einen Ort zweimal zu besuchen. Vielleicht liegt&#8217;s auch an meiner Erkaeltung, vielleicht bin ich auch einfach nur traurig wegen (Quick! Fetch the Cloak of Silence!). Jedenfalls ist aus diesem idyllischen Bergdorf, quasi Honigfalle, die Durchreisende mit Gemuetlichkeit und entspannten Plaudereien wochenlang in seinen Bann zog, so eine Art Livigno (auch genannt die Warze der Alpen) geworden. Man verstehe mich nicht falsch, das Essen ist gut, unser Bungalow gemuetlich und immerhin gibt&#8217;s jetzt guten Kaffee 3mal an jeder Ecke (war ja damals ein Drama), aber irgendwie seltsame Stimmung wegen Ueberkapazitaet und alles halbleer und die wenigen Backpacker (ehrlich, sind ja der Hauptgrund, warum man selbst backpacken geht) verlieren sich hilflos im Strom von Thaitouristen. Wir waren auch schon in der Bebop-Bar, wo dann eh der Baer los ist. Sehr fein, Thai Reggae, Gin Tonics und Motorrad-Gang-Expats. Gestern hingegen: Crash total. Ich glaube, ich sollte meiner angeschlagenen Gesundheit nur mehr Thermenurlaub zumuten, und das maximal in Bad Voeslau, weil Steiermark, da reden die Leute schon komisch und dem Wasser kann man nicht trauen. Heute war jedenfalls eh nett, zuerst murmelmurmel (genaue Natur der Aktivitaet verschwiegen, um die Maennlichkeit der Unschuldigen zu bewahren, nur so viel: Wir hantierten mit Messern und schweren Moersern) und morgen 2 Tagesausflug mitn Schlauchboot (Raften kann man das um diese Jahreszeit anscheinend nicht nennen; jedenfalls schon viel Feuchtsport fuer jemand, der Wasser so richtig gar nicht mag).</p>
<p>Chiang Mai dagegen, manchmal soll man einen Ort doch zweimal besuchen. Weil damals fand ich die Stadt ja gruslig: Heiss, stressig, schiach und man wird an jeder Ecke von gelangweilten Tuktuk-Fahrern genervt. Vielleicht liegt&#8217;s auch am Kontrastprogramm, weil Party-Koh Tao und dann Bangkok, wo schon waehrend des Duschens schon so schwitzt, dass man pickig rauskommt, da wirkt Chiang Mai wie Frischluft am Plumpsklo. Das Programm war ja auch nicht gerade stressig: Sunday Walking Street ist so eine Art Nachtmarkt in der Altstadt, wo man gemuetlich rumschlendert, dies &amp; das anschaut und versucht, die 1000 Strassenfutterstaende leerzuessen (keine Chance!). Da gibt&#8217;s alles, sogar Sushi (nicht unlecker). Julie&#8217;s Guesthouse, empfohlen von Leila, war auch ganz gemuetlich. Sieht aus, als ob ein Wirbelsturm durch den Sperrmuell gefegt ist und irgendwer hat das Ergebnis schnell zusammengenagelt. Eigentlich mehr so ein riesiger Backpackerverschiebebahnhof: Alle sitzen im Garten rum und warten. Dann kommt wer und schreit: &#8220;Room Number 101!&#8221; und man kriegt sein Fruehstueck. Dann kommt wer und schreit: &#8220;Thlee day trekking!&#8221; und ein paar stehen auf und gehen mit. Irgendwer schreit: &#8220;Whitewater Rafting!&#8221; und 2 Leute legen die Billard-Queues weg und gehen mit. Endlich: &#8220;Minibus Pai!&#8221; und dann sind wir auch dran.  Wenn man nicht ausgerufen wird, kann man oben am Dach in der Haengematte rumliegen und den Geckos zuschauen, wie sie Geckosachen machen (also auch nix) oder aufs Klo gehen (sehr Scrubs). Und 4 Euro fuer ein Zimmer.</p>
<p>So schaut&#8217;s jedenfalls aus im Schneckenhaus. BTW: Fun Fact about Pailand (I): Der Wortwitz wurde ja hier im 2. Jhdt. v.Chr. erfunden. Jedenfalls liest man ueberall Pairadise, Paioneer, Pailand, Applepai (leider inkonsequent, da gibt&#8217;s iPods, keine paiPods), Honeypai, Paitl, nur Pairates hat Matthias vermisst. (Eins davon ist uebrigens erfunden, Spezialpreis, wer es als 1. findet).</p>

<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=474' title='Verkatert in Chumphon'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2010930-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Verkatert in Chumphon" title="Verkatert in Chumphon" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=475' title='Bahnhof Bangkok'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2020951-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Bahnhof Bangkok" title="Bahnhof Bangkok" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=478' title='Zug'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P20209541-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Sehr gemuetlich!" title="Zug" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=479' title='Markttand'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2030976-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Tand am Markt" title="Markttand" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=480' title='Lange Nacht der Tempel'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2030981-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Lange Nacht der Tempel war auch" title="Lange Nacht der Tempel" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=481' title='Lange Nacht der Tempel'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2030991-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Atheisten bringen so was schoenes nicht zusammen" title="Lange Nacht der Tempel" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=482' title='Piratentuch'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2031000-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Nachdem der Hut versagt hat, naechster Versuch" title="Piratentuch" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=483' title='Chiang Mai Markt'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2031004-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Markttreiben" title="Chiang Mai Markt" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=484' title='Chiang Mai Sushi'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2031008-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Freiluftakakiko; Kuehlung? Is eh nur roher Fisch" title="Chiang Mai Sushi" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=485' title='Teigfischmann Chiang Mai'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2031011-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Am Markt: Macht in Hoellentempo Teigfische mit Fuellungen, sehr lecker" title="Teigfischmann Chiang Mai" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=486' title='TBI-Aussenstelle Pai'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P2051021-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="TBI-Aussenstelle Pai" title="TBI-Aussenstelle Pai" /></a>

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		<title>Avoiding the Optimistic Gap</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 12:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hekker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Gesuder]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts der dramatisch fallenden Kommentar- bzw. Facebook-Like-Aktivitaet hat das downtheroad.at-Kollektiv einstimmig beschlossen (wurde von den Sponsoren dazu gezwungen), externe Berater hinzuziehen. Kinsey, Seinfeld &#038; Waterhouse haben auditiert, analysiert und schlussfolgerten, dass diese bescheidene Postille in den sogenannten Optimistic Gap, auch genannt Lila-Launebaer-Luecke, gefallen ist. Kurz gesagt, keine Sau interessiert sich dauerhaft fuer: Alles urleiwand, man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Angesichts der dramatisch fallenden Kommentar- bzw. Facebook-Like-Aktivitaet hat das downtheroad.at-Kollektiv einstimmig beschlossen (wurde von den Sponsoren dazu gezwungen), externe Berater hinzuziehen. Kinsey, Seinfeld &#038; Waterhouse haben auditiert, analysiert und schlussfolgerten, dass diese bescheidene Postille in den sogenannten Optimistic Gap, auch genannt Lila-Launebaer-Luecke, gefallen ist. Kurz gesagt, keine Sau interessiert sich dauerhaft fuer: Alles urleiwand, man will viel lieber Traenen, Trauer und Drama. Deswegen hier ein kurzer Exzerpt aus den privaten Aufzeichnungen eines der Hauptschreibbeauftragten.</em></p>
<p><b>Confidential, not for publication. I mean, like, ever!</b></p>
<p>Also wenn &#8220;Inselurlaube sind super&#8221; nicht die groesste Massenhalluzination ist seit, ich weiss nicht. Es ist schrecklich, einfach nur schrecklich. Wenn man nach einer schlaflosen Nacht aufwacht und es so heiss ist, dass man schon vom Zaehneputzen Wildwasserbaeche aus den Achseln entwickelt, dann kann&#8217;s kein guter Tag werden. Wie denn auch? Es gibt ja nix zu tun! Am Strand rumlurchen, wo grausige Wampen und eklige Weibsbilder aufgereiht liegen wie die Wuerschtel am Grill? Ins Wasser gehen, wo die braunen Broeckerl rumschwimmen und die Fische und Kinder reinlullen? Tauchen? 1000 Tonnen Zeug umschnallen, Salzwasser schlucken, Meerviecher anschauen, wieder rauf, is eh alles gleich und dann sind die Ohren hin, wenigstens hoert man so die langweiligen ewig gleichen Tauchangebereien der hypercoolen Tauchmeister nicht.</p>
<p>Nix, also rumsitzen, nicht bewegen, irgendein Schrottbuch lesen, wenn dich nicht grad irgendwelche uninteressanten Leute zuschwafeln wollen ueber wie super alles ist und mich fuer ein leichtes Opfer halten. Und dieser grausige Reisfrass und sich vormachen, dass das beste Essen ever ist? Gebt mir Leberkaesesemmeln jeden Tag. Und such mal einen grossen Braunen, pah. Capuccino, Cafe Latte, lauter G&#8217;schloder, und das ewige Grinsen von den Thais dazu, und diese als Sprache bezeichnete Erbrankheit, bitte Frack und Grantig und Simmering-Deutsch jeden Tag.</p>
<p>Und am Abend? Von Moskitoschwaermen von einer Tschinnbumm-Bar in die naechste getrieben werden, also jede Schirmbar in St. Anton ist Konzerthaus dagegen. Sog. &#8220;Cocktails&#8221; aus Kuebeln, wo man froh sein kann, wenn Rohypnol drin ist, dann kriegt man wenigstens nix mehr mit. Der Hoehepunkt des Abends: Skinny Dipping. Ratet mal, wer als einziger alleine rauskommt. Wenn dir dann dein Zeug nicht gefladert wird, ist das eh super, aber es kommt dir nicht so vor, weil grauslig, nass, und Dreckssand ueberall, der rinnt dir Tage noch aus allen Falten und Ritzen.</p>
<p>Also wirklich, eigentlich will ich mich unter die naechste Kokospalme legen und der Schwerkraft ihren Lauf lassen, kumm owa, Nuss, erloese mich. Aber nein, auf ins Internetcafe und den naechsten Artikel schreiben: Au ja! Jippdidei! Es ist so fein!</p>
<p><em>So, zurueck zum Normalprogramm</em></p>
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		<title>Fun Facts About Thailand (I)</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 03:02:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[7-Eleven]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstagsglueckwuensche]]></category>

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		<description><![CDATA[So. Nachdem ich letztens uebelst geruegt wurde (und obwohl ich erstmalig keine Umlaute tippe, bin ich doch nicht Heinz, der das schreibt, sondern Matthias), nachdem ich also geruegt worden bin, ich solle nicht so altersungemaesse Blogpostings ueber das Leben von Twentysomethings schreiben, habe ich mir brav vorgenommen, ein bisschen Landes- und Kulturkunde zu verbreiten und von einer zentralen Institution Thailands zu berichten, die das soziooekonomische Gefuege dieses Staates praegt und zusammenhaelt wie keine andere.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So. Nachdem ich letztens uebelst geruegt wurde (und obwohl ich erstmalig keine Umlaute tippe, bin ich doch nicht Heinz, der das schreibt, sondern Matthias), nachdem ich also geruegt worden bin, ich solle nicht so altersungemaesse Blogpostings ueber das Leben von Twentysomethings schreiben, habe ich mir brav vorgenommen, ein bisschen Landes- und Kulturkunde zu verbreiten und von einer zentralen Institution Thailands zu berichten, die das soziooekonomische Gefuege dieses Staates praegt und zusammenhaelt wie keine andere.</p>
<p>Und damit meine ich mitnichten die koenigliche Familie, sondern die allgegenwaertigen 7-Elevens, die einem an jeder zweiten Strassenecke ihre arktische Klimaanlagenluft entgegenhauchen. Urspruenglich von Buddha gegruendet, um dem Plebs die Moeglichkeit zu geben, sich ein paar Minuten kontemplativer Erholung von der drueckenden Hitze der Strassen- und Feldarbeit zu goennen, avancierten sie schnell zu bunten Maerkten, wo man auf allerlei handgefertigte Thai-Kunstwerke und landesspezifische Koestlichkeiten wie Billigsonnenbrillen, Colgate Zahnpasta und Coca Cola stossen kann. Fuer die Thais Inbegriff ihrer jahrtausendealten Kultur und idosynkratischen Lebensgewohnheiten, quasi ein Wohnzimmer fernab der eigenen vier Waende, duerfen die heiligen Hallen des 7-Eleven doch im Gegensatz zu anderen religioesen Orten wie Tempeln, Guest-Houses und Restaurants oder Strand-Bars auch mit Flip-Flops oder Strassenschuhen betreten werden, was ihren alles einschliessenden Charakter gut beschreibt< niemand muss draussen bleiben, Coca Cola ist fuer alle da.</p>
<p>Kein Wunder also, dass diese, oft in 12. Generation in Familienhand gefuehrten Oasen des arktischen Konsumwahns (die Luft ist ja auch deshalb so kalt, damit man die eisigen Schauer nicht spuert, die einem beim Anblick der fettigen 20-Cent Wuerstel auf dem Grill neben der Kasse den Ruecken runter rinnen) -; kein Wunder, dass diese so typisch suedostasiatischen Kulturdenkmaeler also sich rasant in der westlichen Welt, besonders den Vereinigten Staaten von Amerika, ausgebreitet haben.</p>
<p>Die wenigsten wissen um den buddhistisch-historischen Hintergrund genau Bescheid, auch wenn sich kaum ein 7-Eleven Besucher eines unterschwelligen Gefuehls der Ehrfurcht erwehren kann. Ihr seid jetzt jedenfalls informiert &#8211; ein Foto eines originalen Thai-7-Elevens wird irgendwann nachgereicht, versprochen.</p>
<p>Zum Abschluss noch einmal Geburtstagsglueckwuensche, ganz wichtig: Brigitte, die heute einen besonderen Geburtstag feiert. alles Liebe, alles Gute. Ich werde mich ein bisschen in einen 7-Eleven stellen, da ist es dann auch fast so kalt wie bei dir in Wien. Weil Empathie ja quasi mein zweiter Vorname.</p>
<p>Dein Tag wird aber mit Sicherheit besser, als in Bangkok zum Ohrenarzt zu gehen.</p>
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		<title>Ciao Koh Tao</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 15:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hekker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Und wieder mal ein Busblogeintrag, diesmal im Lomprayah-Doppelstoecker nach Katamaran-Fahrt (fliegende Fische + flouresenzbemalte Koh Pangan-Ueberlebende gesehen!), andere Richtung, untertags, aber auch nicht unmuede. Wie Robert, der 21jaehrige Salzburger Weltreisende (Respect!), schon richtig bemerkt hat: In Thailand ist es eher ziemlich ganz unmoeglich, wirklich individuell zu reisen. Alles immer durchorganisiert: Wir stellen uns zur angegebenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und wieder mal ein Busblogeintrag, diesmal im Lomprayah-Doppelstoecker nach Katamaran-Fahrt (fliegende Fische + flouresenzbemalte Koh Pangan-Ueberlebende gesehen!), andere Richtung, untertags, aber auch nicht unmuede. Wie Robert, der 21jaehrige Salzburger Weltreisende (Respect!), schon richtig bemerkt hat: In Thailand ist es eher ziemlich ganz unmoeglich, wirklich individuell zu reisen. Alles immer durchorganisiert: Wir stellen uns zur angegebenen Zeit vors Hotel oder Reisebuero, dann taucht irgendwer auf, schaut Ticket an, wir kriegen irgendein Pickerl aufs T-Shirt und werden Feldwebelmaessig im Laufschritt zum naechsten Bus gehetzt. Der letzte muss uebrigens extra Liegestuetze machen. Wer stolpert und hinfaellt kriegt Buskloputzdienst. Dann: Einreihen, Gepaeckabgabe, einsteigen, niedersetzen, warten, aussteigen, irgendwoanders hin gescheucht werden, je nach Pickerlfarbe herumgeschleust, etc. etc, quasi von Hoteltuer bis Hoteltuer rundumbetreut. Man kriegt ein bisserl so ein Gefuehl, wie es einem Schaf in der Herde gehen muss. Nur dass denen das Futter gratis aus dem Boden waechst, waehrend wir mit weltumspannend gleich grausigem und teurem Busbahnhoffrass vorlieb nehmen muessen.</p>
<p>Wie auch immer, Koh Tao war ja eher so Achterbahn, rein gefuehlstechnisch gesehen.  Deswegen vielleicht auch nicht schlecht, wenn mit Silvesterkater resuemmiert. Der arme Matthias musste das ja alles ausbaden: ganz angespannt vor Erwartung, dann ganz hyper vom Tauchen, etwas traurig als Ohrenentzuendung, alljaehrliche Weihnachtsdepression, Entspannung pur mit Rumlungern und Nixtun, noch trauriger als Barotrauma und endgueltig nix mehr tauchen, und dann zu Silvester 7 Gefuehlsklimazonen in 5 Stunden. Eine nicht unrespektable Leistung, die zumindest eine Ehrenerwaehnung in der Geduldsecke des Mitreisendenpantheon verdient hat.</p>
<p>Aber so ganz im Allgemeinen, Koh Tao ist schon super. Die Nachbarinsel Koh Phangan zieht mit 30000-Nasen-Vollmondraves die Hardcore-Party People ab, und die Luxusstrandtouristen weilen lieber ein Eiland weiter auf Koh Samui (man hat NICHTS im Leben erlebt, wenn man das nicht von resoluten blonden Berchtesgadenerinnen ausgesprochen gehoert hat). Zugegeben, so ganz haben wir ja auch nicht in die Demographie dort reingepasst (zu alt, zu uncool, oder vielleicht einfach zu wenig Cocktailkuebel in Strandbars geschluerft?), aber es fanden sich genug Leute, dass es meistens eine lustige Runde wurde. Rastabar sowieso Highlight, Stefan W. und Martin B. nicht mal in die Naehe lassen, wenn man die je wieder in Wien sehen will. Stress kriegt man sicher nicht auf der Insel. Und ich bin zwar so gut im Nichtstun, dass wenn es eine Olympiade im Nichtstun gaebe, ich nicht einmal hingehen wuerde; aber ich glaube, man tut sich schon allgemein schwer mit fadisieren dort.</p>
<p>Waehrend ich also rumhing wie ein schlechter Geruch und tageweise nicht mal zum Lesen kam, weil Liz, Niklas, Leila, Gael, Martin, Eyla, Annette und Dani, Holger, und, und, und sich meine Buerotuerklinke in die Hand gaben, tat Matthias hardcoretauchen und sicherte sich Legendenstatus, Divemaster-Schulterklopfen und ausserdem haekelte uns keiner mit Rauswurfzetteln an der Tuer, auch als wir dann beide schliesslich mit Ohrproblemen gestrandet waren. Geruechteweise werde ich ja naechstes Jahr zur Enthuellung der bronzenen Namensplakette auf meinem Bankplatzerl eingeladen, und Matthias kriegt einen eigenen Wetsuit gewidmet. Der Barmann verlieh uns auch den &#8220;Two Small Changs, Please&#8221;-Preis fuer die meisten ex Liegestuhl betrachteten Sonnenuntergaenge.</p>
<p>Ueber Silvester tun wir jetzt lieber nix sagen, ausser: Strand, Wegflieglaternen, Feuerwerk, alles recht stimmungsvoll, Cocktails zum Anstossen auch gut und Walzertanzen sowieso nie meins.</p>
<p>Bin schon gespannt, wie&#8217;s weitergeht: Leila hat Pai ja eher so als Kao San Road mit nix drumherum geschildert, das ist dann eher nimmer so wie 2003, vor der Flut. Eyla fand&#8217;s hingegen cool, aber die ist keine 20 und schwedische Turmspringmeisterin.</p>

<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=449' title='Koh Tao Christmas'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1240904-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Koh Tao Christmas" title="Koh Tao Christmas" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=450' title='Koh Tao Christmas'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1240907-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Koh Tao Christmas" title="Koh Tao Christmas" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=451' title='Koh Tao Christmas Buffet'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1240908-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Koh Tao Christmas Buffet" title="Koh Tao Christmas Buffet" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=452' title='Koh Tao NIklas'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1310911-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Niklas" title="Koh Tao NIklas" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=453' title='Koh Tao Beach'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1310915-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Am Strand" title="Koh Tao Beach" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=454' title='Koh Tao Liz &amp; Leila'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1310916-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Liz &amp; Leila, taken without permission ;-)" title="Koh Tao Liz &amp; Leila" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=455' title='Koh Tao Beach'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1310918-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Strand" title="Koh Tao Beach" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=456' title='Koh Tao Office'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2010/01/P1310925-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mein Buero" title="Koh Tao Office" /></a>

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		<title>Someone To Dive For</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 10:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[koh tao]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Laos]]></category>
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		<category><![CDATA[Tauchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Planänderung. Nicht nur, dass wir praktisch die ersten zwei Wochen unseres Laos-Urlaubs auf Koh Tao in Thailand verbracht haben, nein, eben haben wir eine Nachtboot/Flug/Flug-Kombination nach Chiang Mei gebucht, im Norden Thailands, womit das Laos-Thema entgültig eines nicht ganz unerwarteten Todes gestorben sein dürfte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Planänderung. Nicht nur, dass wir praktisch die ersten zwei Wochen unseres Laos-Urlaubs auf Koh Tao in Thailand verbracht haben, nein, eben haben wir eine Nachtboot/Flug/Flug-Kombination nach Chiang Mei gebucht, im Norden Thailands, womit das Laos-Thema entgültig eines nicht ganz unerwarteten Todes gestorben sein dürfte.  Zum Wummern der elektronischen Musik und dem Knattern fehlzündender Mopeds, die uns Nacht für Nacht in den Schlaf wiegen, gesellt sich nun auch das traurige, einsame Weinen meines Laos-Footprint Reiseführers, der unbeachtet auf einem rohgezimmerten Holzregal vor sich hinvegetiert.</p>
<p>Warum? Zum einen ist mit Tauchen vorläufig Schluss (immerhin bin ich jetzt Ntrox-zertifiziert, d.h. ich darf mit Luft tauchen, die bis zu 40% Sauerstoff enthält, was gleichzetig sicherer, gefährlicher und überhaupt und ausserdem bemerkenswert ist), weil Heinz&#8217; Ohrenentzündung eine klassische Kurpfuscher-Fehldiagnose war &#8211; tatsächlich wurden seine Innenohren (ein Plural, der zugegebenermassen seltsam anmutet) durch ein Druckausgleichstrauma quasi zu blutend-eitrigen Geschwüren, deren Entfernung durch Totalamputation legiglich noch durch ästhetische, aber keinesfalls medizinische Gründe abgewendet werden konnte, zum anderen hat sogar mich ein kleiner Fieberanfall niedergestreckt, dessen Mysterium die hiesigen Ärzte nun durch einen Bluttest auf die Spur zu kommen versuchen.</p>
<p>Nachdem also alles was Spass macht, verboten ist (ins Wasser gehen und Alkohol trinken), können wir uns die Similan Islands eigentlich auch schenken, also werden wir Neujahr noch hier im Kreise unserer Tauchgenossen feieren und danach ins Landesinnere wechseln, von dem gesagt wird, dass es sogar versteinerte Herzen wie das meinige zu entzücken vermag.</p>
<p>* * *</p>
<p>Nun sollte ich aber eigentlich von Mike erzählen, sagt Heinz, weil Mike ist ein bisschen so, wie wir auch sein wollen würden, wenn wir bloß cool wären, was wir natürlich schon irgendwie sind, aber, möglicherweise zumindest, vielleicht auch nicht. Die Frage ist ja, ob man cool ist, wenn man sich selber cool findet, oder nur dann, wenn einen die anderen cool finden, oder ob es dazu universeller Zustimmung bedarf &#8211; eine Frage, die in Wissenschafterkreisen und insbesondere der Asterix-Exegese als Troubadix-Paradox bekannt ist.</p>
<p>Vielleicht kann Mike, den wir als DMT (Divemaster trainee) kennengelernt haben, uns helfen, ein wenig Licht auf diese Angelegenheit zu werfen. DMTs sind ja noch ärmer dran als unbezahlte Hilfsarbeiter, denn sie müssen die ganzen Sachen erledigen, die sonst keiner machen will, Gewichte zählen und Tankflaschen tragen etwa, dürfen für dieses Privileg aber auch noch tief in die eigene Tasche greifen. So wie PraktikantInnen halt, die für&#8217;s Praktikum auch noch zahlen. Wenn Mike die vor jeder Ausfahrt notwendige Rede halten muss, wo wie was warum und überhaupt welches Boot, für all die neuen Taucher bei Big Blue, trägt er das nicht wie seine Kolleginnen und Kollegen wie ein manischer Animateur aus Ibiza vor, sondern in einem <a title="Cake - I Will Srvive" href="http://www.youtube.com/watch?v=596qaxm-u4o" target="_blank">ähnlich apathischen Tonfall wie Cake den alten Gloria Gaynor-Hit &#8220;I Will Survive&#8221; covern</a> &#8211; einen Hauch über der Einschlafgrenze, aber durchaus nicht uncharmant.</p>
<p>&#8220;So what do you do when you&#8217;re not travelling?&#8221; frage ich ihn. Obwohl er aus dem Hexenkessel New York stammt, legt er die träumerische Nonchalance von jemanden an den Tag, der dem Teufel ins Angesicht geschaut und sich gähnend abgewandt hat.</p>
<p>&#8220;I could tell you, but then I&#8217;d have to kill you&#8221;, erklärt er, doch durch beständiges Nachbohren stellt sich heraus, dass er zuhause in die Aufzucht und den Verkauf von diversen Gewächsen involviert war. Ultraviolettes Licht soll eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es da noch ein paar frühere Geschäftspartner gibt, die für die Information, wo Mike zu finden ist, durchaus bereit wären, ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen. Oder ein paar Arme zu brechen.</p>
<p>&#8220;But, anyway, that&#8217;s all behind me now&#8221;, sagt er, &#8220;I&#8217;m a divemaster now. A changed man.&#8221;</p>
<p>Und während die anderen DMTs und DMs alle eine eingeschworene Gemeinschaft bilden, die gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden cocktailkübelt und sich gegenseitig mit Messern in den Rücken fällt, wenn sich die Gelegenheit ergibt, scheint er ein bisschen abseits des Trubels zu stehen. Dass er trotzdem nicht nur leicht Kontakte knüpft, sondern auch den einen oder anderen Treffer bei AI-Research-Engländerinnen landen kann, hat Heinz schon angedeutet.</p>
<p>* * *</p>
<p>24. Dezember, Heiligabend. Das Tauchboot Navakid pflügt durch hohen Seegang, wir müssen uns an den Holztischen und der Reling festhalten, während sich unten an Deck seekranke Mittaucher auf dem Boden ausstrecken und leiden und sich ihres Mittagessens entledigen.</p>
<p>&#8220;It&#8217;s like a trauma center down there&#8221;, sagt Mike, dem die Wogen natürlich ebensowenig anhaben können wie mir, &#8220;there&#8217;s people all over the floor.&#8221; Und dann gibt er allerhand Seemannsgarn zum Besten, von Stürmen und nahezu gekenterten Booten, bis wir endlich wieder tauchen gehen dürfen. Eine ganze Gruppe bleibt oben, weil ihr so schlecht ist, andere übergeben sich erst, als sie inmitten des ins Wasser gespieenen Breis anderer wieder auftauchen müssen. Es ist kein schöner Anblick.</p>
<p>An diesem Abend, beim Christmas Dinner, das im Wesentlichen eine etwas zahmere Version der Weihnachtsfeier von zwei Tagen zuvor ist, sehen wir ihn übrigens auch das einzige Mal in einem Hemd, nicht mal beim Tauchen zieht sich der gute Mann etwas an. BCD und Tankflasche auf den nackten Rücken geschnallt reicht ihm vollkommen.</p>
<p>* * *</p>
<p>Bevor dieser Blog homoerotischer Untertöne beschuldigt wird, möchte ich schon auch anmerken, dass es natürlich auch Frauen gibt, hier beim Tauchen, von denen es sich lohnen würde, zu berichten, aber dieser Eintrag ist so oder so schon zu lang. Und irgendwie war die Party-Mentalität voriges Jahr auf Utila schon nicht so meins, und hier auf Koh Tao&#8230; naja, wenn das Tauchen nicht gewesen wäre, ich weiß nicht.</p>
<p>Gestern liegestuhlen wir mit Layla, einer Frankoschweizerin am Strand herum, und ich erzähle von den T-Shirts, die ich mir anfertigen lassen sollte. &#8220;<em>Suicide by trigger-fish</em>&#8221; (nur lustig, wenn man die zugehörige Handgeste kennt, aber egal), ist eines.</p>
<p>&#8220;Or I could do one that would be a bit&#8230;&#8221;, ich wende mich an Heinz, &#8220;was heißt selbstverliebt?&#8221;</p>
<p>&#8220;Narcissistic?&#8221;</p>
<p>&#8220;Yeah, one that would be a bit narcissistic. It would read <em>Someone To Dive For</em>.&#8221;</p>
<p>Layla ist nett genug, das lustig zu finden.</p>
<p>* * *</p>
<p>Mike hat seine Divemaster-Prüfungen alle bestanden und ist mittlerweile, nach drei Monaten auf Koh Tao, aufgebrochen. &#8220;I&#8217;ll bum around Laos for a couple of weeks&#8221;, sagt er, &#8220;and then I&#8217;ll go to India and bum around there for a few months.&#8221;</p>
<p>So ist das also.</p>

<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=421' title='Mike'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/1-mike-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Divemaster Mike, unscharf" title="Mike" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=419' title='Strand'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/1-koh-tao-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Nicht unweit unseres Tauchcamps" title="Strand" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=418' title='Strandbar'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/1-hardwork-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Nach einem harten Arbeitstag bei Big Blue Divers" title="Strandbar" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=417' title='Strand Big Blue'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/1-bigbluebeach-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Beim Heimkommen mit dem Boot" title="Strand Big Blue" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=420' title='Longtail'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/1-longtail-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Auf dem Zubringerboot zum Tauchboot" title="Longtail" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=422' title='Steuermann'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/1-steuermann-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Dieser junge Thai steuert uns gerade iin unser sicheres Verderben" title="Steuermann" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=424' title='Next Generation Captain'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/2-steuermann-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Next Generation Captain" title="Next Generation Captain" /></a>
<a href='http://downtheroad.at/blog/?attachment_id=374' title='Heinz sprintet aufs Tauchboot'><img width="150" height="150" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/hekker-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Wohl irgendwas Schreckliches passiert da unten" title="Heinz sprintet aufs Tauchboot" /></a>

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		<title>Die Vertreibung aus dem Paradies</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Dec 2009 09:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hekker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[abreise]]></category>
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		<category><![CDATA[koh tao]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Grauen geht um idyllischen Urlaubsparadies auf Koh Tao. Man mag es kaum glauben &#8211; aber das entspannte Rumlungern ist in Wirklichkeit Paralyse, das frohe Gelaechter hysterisch und Nervenzusammenbruch, die abendlichen Parties nur verzweifeltes Betaeuben mit Alkohol in rauhen Mengen. Wenn man unter die Oberflaeche bohrt, merkt man, dass jeder hier Angst hat. Vor was? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Grauen geht um idyllischen Urlaubsparadies auf Koh Tao. Man mag es kaum glauben &#8211; aber das entspannte Rumlungern ist in Wirklichkeit Paralyse, das frohe Gelaechter hysterisch und Nervenzusammenbruch, die abendlichen Parties nur verzweifeltes Betaeuben mit Alkohol in rauhen Mengen. Wenn man unter die Oberflaeche bohrt, merkt man, dass jeder hier Angst hat. Vor was? fragt der interessierte Leser. Wie kann das sein?</p>
<p>Hier wird man nicht von der donnergrollenden Allmachtsstimme irgendeines Gottes per &#8220;Fiat schleich di!&#8221; rausgeworfen, nein, per Vordruck. Unscheinbar ist er. Weiss, ein paar Zentimeter lang, doch er bedeutet den Untergang. So mancher glueckliche Gast kam grad vom Strandspaziergang, und da prangte er an seiner Tuer: Der Zettel, der das Ende bedeutet. Hier ein Beispiel, gefunden auf der Tuer unserer irischen Nachbarn:</p>
<p><a href="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/photo.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-426" title="Der Wisch der Apokalypse" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/photo.jpg" alt="Der Wisch der Apokalypse" width="512" height="384" /></a></p>
<p>Sie wussten noch nix von ihrem Schicksal, als sie vom letzten Tauchgang ihres Kurses zurueckkehrten, aufgeregt ueber Haie, Snapper und anderes Gewuerm schnatternd. Doch da sahen sie die aufgeregt murmelnde Menschenmenge, die sich schon vor ihrer Tuer versammelt hatte und ein eiskalter Schauer durchfuhr sie &#8211; Nein, das kann nicht sein! Man hatte schon gehoert, dass dieser, jener oder die so einen Zettel gefunden hatte, aber wer rechnet schon damit, dass es einen selbst ereilt? Der erste bemerkte sie, und schon verstummten sie, traten auseinander und bildeten ein Spalier. Wie in Zeitlupe lief es ab fuer unser armes irisches Paerchen, als sie durchgehen mussten zwischen den mitleidig gesenkten Koepfen, denn wenn man genau hinschaut, konnten sie ein schadenfrohes Glitzern in den Augen kaum vermeiden, weil, haha, ihr Zimmer war ja jetzt sicher fuer den Tag.</p>
<p>Zerknirscht sassen sie dann spaeter da, und jeder kam vorbei, murmelte ein paar aufmunterte Worte, ein Schulterklopfer, oder gar ein paar Baht, um das schwere Schicksal etwas leichter zu machen. Aber was kann den Rauswurf aus dem Paradies schon besser machen? Etwa der Smilie, dessen haemisch grinsende Fratze den Wisch ziert?</p>
<p>Aber 2 Leute in der Bluete ihres Lebens verkraften das schon. Viel gemeiner: Einen armen deutschen Mitinsassen ereilte sein Schicksal nach 3 Tagen Darmkrankheit, als er einmal nur kurz zum 7/11 kroch zwischen 2 Toilettengaengen.</p>
<p>Aber warum diese Grausamkeit? Warum diese Willkuer? Und wo kann ich spenden? Hoere ich jetzt den empoerten Aufruf aus der Leserschaft. Nun, es ist Hochsaison, und je Tauch desto lieber natuerlich, weil von den 8 Euro/Tag/Zimmer kann der schwedische Chef seinen ausgehoehlten Geldspeicherberg nicht fuellen. Und wer einmal offiziell, oder auch nur im Vorbeigehen zu einem Mitreisenden gesagt oder im Schlaf gemurmelt hat: Morgen abreisen; der<br />
muss morgen abreisen, egal ob weicher Stuhl oder nicht. Weil jeden Tag spuckt die Faehre mehr und mehr Touristen aus und 9000 Baht fuer 2 Tage Openwater-Kurs zahlt keiner der alteingesessen mehr. Insofern herzlos, aber verstaendlich.</p>
<p>Wir werden jedenfalls am 1.1. den Abflatter machen. Zuerst Nachtboot nach Surat Thani, dann tsehohzweischweindelnd per Flugzeug nach Chiang Mai, auf in den kuehlen Norden, wo die Wikingerthais in Baerenfell gehuellt rund ums Feuer frieren (immerhin kaum 20 Grad in der Nacht!). Weil mein Ohrwaschel sich auch nur besser anfuehlt dank Schmerzmittel im Krebsendstadiumstaerke (100 Baht OTC), Matthias auch nicht gesund und mehr Meer braucht ka Sau.</p>
<div id="attachment_430" class="wp-caption alignnone" style="width: 528px"><a href="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/Foto.jpg"><img class="size-full wp-image-430  " title="Gekko am Hekko" src="http://downtheroad.at/blog/wp-content/uploads/2009/12/Foto.jpg" alt="Gekko auf meiner Hand" width="518" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Gekko auf meiner Hand</p></div>
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		<title>Rumlungern</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 14:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hekker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Thailand]]></category>
		<category><![CDATA[Beach Party]]></category>
		<category><![CDATA[bier]]></category>
		<category><![CDATA[Rum]]></category>
		<category><![CDATA[rumlungern]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich ja einen total depressiven ewig langen Artikel schreiben, aber dann dachte ich mir: Shark it, Ship happens, es is ja eh saugeil. Weil was soll&#8217;s, dass ich nicht mit den Party People mithalten kann, Tauchverbot habe wegen den verdammten Ohrwascheln, die endlich mal aufhoeren koennten mit Tinnitus, Wehtun und generell ungut sein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich ja einen total depressiven ewig langen Artikel schreiben, aber dann dachte ich mir: Shark it, Ship happens, es is ja eh saugeil. Weil was soll&#8217;s, dass ich nicht mit den Party People mithalten kann, Tauchverbot habe wegen den verdammten Ohrwascheln, die endlich mal aufhoeren koennten mit Tinnitus, Wehtun und generell ungut sein oder die nette Artifical-Intelligence-Research-Englaenderin lieber mit Mike g&#8217;spuslt, weil das kann ich ihr eh nicht verdenken, der ist nicht nur International Man of Mystery, sondern auch ab morgen Divemaster und sowieso der sympathischste von allen und wird hoffentlich bald von Matthias in einem Blogeintrag verwurstet.</p>
<p>Weil selbst wenn mir heute schon so fad war, dass ich tatsaechlich diplomgearbeitet habe, welches Buero ist bitte cooler als die bambusueberdachte Bank im schattigen Hof vom Big Blue-Resort; und wo kann man, nach ein paar Stunden durchaus produktiver Arbeit sich mit Matthias, obengenannter Liz, Mike und ein paar anderen zu ein paar gemuetlichen Abendsonnenbieren an den Strand verziehen und dann das schmackhafteste Thaifood fuer einen lumpigen Euro pro Hauptspeise mampfen.</p>
<p>In diesem Licht ist, glaube ich, mittlerweile auch beschlossen, dass Thailands groesste Party-Insel nix fuer uns ist. Koh Phangan ist Schauplatz legendaerer Full Moon Parties, und wie alle Leser sicherlich wissen, ist dieses Jahr Vollmond am (drumroll) 31.12. 40000 Leute werden erwartet, das groesste Strand-Rave EVER. Schlafgelegenheit natuerlich nix mehr seit Monaten, daher Durchmachen vorprogrammiert. Wenn es jemand schafft, dort keinen Spass zu haben, dann ich. Waere eigentlich auch eine Herausforderung, oder?</p>
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