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Rapidman
17. Mai 2008 von Matthias

“You know that they’re calling you Rapidman now?” fragt Mel aus England. Mel sieht ein wenig so aus wie Julia (die, die gerade geheiratet hat) und hält mich am Arm fest, als ich versuche, mir mit meinem Bier einen Weg durch das überfüllte Restaurant von El Retiro zu meinem Platz zu bahnen.

El Retiro, GuatemalaEs ist italienisches Buffet heute, alles vegetarisch bis auf eine Pizzavariante mit Thunfisch: Pizzen, Lasagne, Gnocchi, Spaghetti, Knoblauchbrot, Tomaten, Zwiebel, diverse Salate und Saucen, all you can eat. Anne aus Berlin hat nicht zu viel versprochen; ich habe lange nicht mehr so gut gegessen; und das nicht erst, seit ich auf Reisen bin. Viereinhalb Euro erscheint uns ein angemessener Preis für so viel Dekadenz.

“So tell me honestly”, sage ich, “is this the story of the guy who was stupid enough to get caught in the rapids, or is it more like a hero thing?”

“It’s a hero thing”, sagt sie, “about the guy who survived the rapids.”

* * *

Vom Fluss her trägt eine seltene Brise den Geruch nach Sumpf und verrottenden Pflanzen herüber, aber abgesehen davon, kommt El Retiro einem Paradies ziemlich nahe, wenn  wir weiße Sandstrände und Palmen nicht zwingend als notwendige Ingredienzien erachten. Wir schlafen in Hängematten unter einem breiten Dach aus Holz und Stroh, aber ohne Wände, also quasi im Freien, am Ende eines schmalen Weges. Das fruchtbare Flussufer besteht aus einem Hang, auf dem die vereinzelten Holzhütten und die eindrucksvolle Konstruktion des Restaurants, das auch als Bar fungiert, nicht wie Fremdkörper, sondern wie ein Teil der Landschaft wirken.

Heiß ist es allerdings tagsüber, die Art von Hitze, die einen beim kleinsten Spaziergang in Schweiß badet, die sogar Nichtstun als unzumutbare Anstrengung erscheinen lässt, und doch ist es in Flores und Tikal gerüchteweise noch einmal um gut zehn Grad heißer. Und feuchter, aber das wird uns selbstverständlich nicht abhalten.

Ich humple und schlurfe wie ein Achtzigjähriger durch das Gelände, die Stufen erklimme ich mit einer Geschwindigkeit, die selbst das genaueste Meßinstrumentaruium hartgesottener Experimentalphysiker nur unter großen Mühen von absolutem Stillstand unterscheiden könnte, aber ich bin zumindest nicht mehr high von Schmerzmitteln. “You were strange last night”, hat mir Chantal aus Holland bei ihrer Abfahrt gesagt, “please don’t take any more of those painkillers.”

Super waren sie aber schon.

* * *

Semuc Champey, paradiesisch - aber nicht ohne“I’m not sure if I should write about this in my blog, you know”, vertraue ich Sinead aus Irland an (die ich nach Oaxaca und Tulum hier zum dritten Mal treffe, wir Gringas und Gringos machen echt alle das Gleiche), “it’s kind of embarrassing. I seem to be the only tourist that this has ever happened to, and it will only worry my parents.”

“You have to write about this”, sagt sie, “what else do you keep this blog for? And it’s actually a cool story.”

* * *

El Retiro liegt 9 Kilometer vom Naturwunder Semuc Champey entfernt, wo wir für hundertfünfzig Quetzales eine wirklich witzige Tour machen (ich nehme alles zurück, was ich jemals über organisierte Touren gesagt habe). Sinead, ihre Freundin mit dem orthographisch unmöglichen Namen, der wie Shawn klingt, aber irgendwie mit einem i geschrieben wird, ein Israeli, ein Holländer, ein mexikanisches Pärchen und ich (Barbara hält das ganze für Teenager-Unfug und erforscht die natürlichen Becken am Fluss zusammen mit einer Schweizerin auf eigene Faust) springen von einer hohen Schaukel ins Wasser, schwimmen mit einer Kerze in der Hand eine Stunde durch eine Höhle, bis wir nur noch einen Stummel Wachs in den klammen Fingern halten, springen im Dunkeln in einen nachtschwarzen unterirdischen See, dorthim, wo unser Führer mit seiner Taschenlampe deutet, weil daneben Felsen unter der Wasseroberfläche auf Touristenfleisch lauern, steigen zu einem Aussichtspunkt weit über dem Fluss hinauf, baden in den türkisgrünen Becken, klettern einen Wasserfall an einer Strickleiter hinunter und springen schließlich zwölf Meter von einer Klippe ins Wasser.

Das heißt, die meisten von uns riskieren einen Blick und verzichten dankend. Zwölf Meter in ein ringsum von Felsen gesäumtes Becken sind wirklich, wirklich hoch. Von oben zumindest.

“Ist es gefährlich?” frage ich unseren Führer, der, wenn’s hoch hergeht, halb so alt ist wie ich, auf Spanisch.

“Nein”, antwortet er, “nicht, wenn du nicht auf die Felsen springst.”

“Springst du auch?”

“Nein”, sagt er, “einmal und nie wieder.”

 Also springe ich.

* * *

Semuc Champey 2Euphorisiert und adrenalinberauscht von meinem eigenen Mut und der Erfahrung, wie einfach es letztlich war, den inneren Schweinehund zu überwinden, schwimme ich ins offene Wasser in einem weiten Bogen zum Ufer hin. Was sich angesichts der Stromschnellen, die unmittelbar an das ruhige Becken anschließen, nur begrenzt als umsichtige und kluge Entscheidung bezeichnen lässt. Ein direkteres Ansteuern der Felsen wäre ratsamer gewesen, wie ich erkennen muss, als meine Fingerspitzen wie in einem schlechten Film vergeblich versuchen, an den glitschigen Steinen Halt zu finden und mich die Strömung in die Tiefe zieht.

Ich purzelbaume also die Stromschnellen hinunter und jeder Versuch, irgendeine Art von Einfluss auf Richtung und Geschwindigkeit zu nehmen, erscheint sofort und endgültig lächerlich. Alles, was ich tun kann, ist nach Luft zu schnappen, wenn ich einmal kurz an die Oberfläche komme und zu versuchen, mit meinen Armen meinen Kopf davor zu schützen, gegen die Felsen geschlagen zu werden. Wenn da ein weiterer Wasserfall kommt, dann war’s das, finde ich die Zeit, zu überlegen, dann kassiert mein Bruder meine Lebensversicherung. Unverständlicherweise vermag selbst dieser Gedanke nicht, mir Trost zu spenden.

Wieder einmal habe ich Glück, das Schicksal spült mich in ein ruhiges Becken, von wo aus ich blutend über steile Felsen die Uferböschung hinauf in Sicherheit klettern kann. Wenn ich so darüber nachdenke, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Annahme, ich sei eigentlich nicht wirklich geeignet für die Art von Reise, die ich da unternehme, nicht von der Hand zu weisen ist.

Aber wie soll ich erklären, dass ich eigentlich wirklich guter Dinge bin? Ich habe vor ein paar Jahren beschlossen, nicht zu sterben, und obwohl mir rational klar ist, dass das Blödsinn ist, ist das psychologisch ziemlich erfolgreich.

Ich weiß einfach, dass mir nichts passieren wird. Und das ist, glaube ich, nicht einmal die Arroganz der Jugend, mit der die meisten meiner Rucksackkollegen durch die Lande ziehen.

* * *

Wir bleiben also ein wenig länger, auch wenn Barbara sich etwas langweilt, bis ich mir eine mehrstündige Busfahrt wieder vorstellen kann, ohne mich mit Schmerztabletten vollzupumpen. Mit anderen Worten: bis morgen.

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Ya Talkin’ To Me?
11. Mai 2008 von Matthias

Globalisierung allerorten, vermeine ich die Gegner derselben aus der fernen Heimat rufen zu hören, die Welt in den Klauen der internationalen Konzerne und so weiter, mensch kennt das ja. Dass die gleichen Leute, sobald sie auf Reisen sind, gerne und dauernd die Netze der weltumspannenden Broadband-Carrier und die Dienste diverser gewaltiger Telekommunikationsgiganten in Anspruch nehmen, um per Skype für 2 Cent pro Minute in die Heimat zu telefonieren oder um endlose elektronische Postgeheimnisse in verschroben belegte Tastauren zu hacken (“Where’s the @-sign this time?”), ist dabei nur eines jener paradoxen Phänomene des Lebens, auf die einzugehen gar nicht mehr lohnt.

 So weit fortgeschritten, dass der österreichische Mobilfunkbetreiber One es geschafft hätte, einen Roamingvertrag mit irgendeinem der guatemaltekischen Schwesterunternehmen abzuschließen, ist die Globalisierung dann aber auch wieder nicht, was bedeutet, dass alle SMS der letzten zwei Wochen (und auf absehbare Zeit auch alle weiteren) mich nicht erreicht haben (bzw. werden). Anrufe sind ja bekanntlich sowieso sinnlos.

Und per Email bin ich seit dem verfrühten Ableben meines mobilen Rechenknechtes auch nur noch über die GMX-Adresse zu erreichen.

End of public service announcement.

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Den See sehen
08. Mai 2008 von Matthias

Monika schreibt:

hi,

some things:

1. danke fuer deine sehr nette karte. schmunzeln im dunklen stiegenhaus ist etwas, das den tag wertvoller macht.

So weit, so gut. Aber sie hat auch konstruktive Kritik anzubringen>

[...]

3. hab ich als internet-nackerpatzl das richtig kapiert, dass dir in
deinem blog niemand antworten kann ausser heinz, bzw. du nur ausgewaehlte mitteilungen zeigst? ich empfehle an dieser stelle eine kurze reflexion ueber deine ureigensten selektions-kriterien (rechtschreibfehler, bekanntheitsgrad, sensationsfaktor…?). denn eingeschraenkte moeglichkeiten zur teilhabe schraenken in der folge natuerlich auch das interesse ein. (studien bestaetigen dies)

Wir brauchen also mehr Interaktivität und Interaktion hier. Es ist leider zu spät, die Kommentarfunktion von Wordpress in mein bescheidenes, halb gestohlenes Website-Layout einzubauen (was waren das noch für Zeiten mit meinem Laptop), aber vielleicht stolpere ich ja irgendwo einmal über einen brauchbaren FTP-Client. Einstweilen sei zur Erbauung des noch nicht das Interesse verloren habenden Publikums ein kleiner Preis ausgeschrieben (sagen wir mal ein Bier oder, je nach Geschmack, ein Glas Wein bei meiner Rückkehr im Januar 2012) – und zwar für die- oder denjenigen, der bzw. dem es gelingt, die folgende Frucht aus der Atitlan-Region, die Corinne aus der Schweiz so zauberhaft in die Kamera hält, korrekt zu identifizieren (zum Vergrößern anklicken):

Corinne und die Preisfrage

* * *

Wenden wir unser narratives Augenmerk nun für einige kurze Momente noch einmal dem Hostal Kafka in Antigua zu, ehe wir zur Lobpreisung der landschaftlichen Wunder des Lago Atitlan schreiten (dessen korrekte Akzentuierung beim letzten Vokal an meiner Unkenntnis der amerikanischen Tastaturbelegung scheitert, deren Mysterien die spanische Beschriftung mir nicht gerade zu entschlüsseln hilft). Vormittags arbeitet dort meistens ein Mädchen aus Guatemala an der Rezeption, die mir zahlreiche Tipps für meinen geplanten Aufenthalt an Guatemalas berühmtesten See mitgibt.

“My name is Dulce”, sagt sie mir ganz zu Beginn, “like Candy.”

Dulce hat Dreadlocks und Augen, für die seinerzeit Königreiche in den Krieg gezogen sind (Helena von Troja, falls mir jemand nicht glaubt) und liebt Alice in Wonderland. Ihr Kaninchen heißt Igor.

“Igor like…” Ich überlege, wie ich jetzt in aller Kürze das mit den Igors aus Terry Pratchetts Discworld-Romanen erklären soll; Bonuspunkte dafür, nicht wie ein kompletter Nerd zu klingen.

“Yeah, Igor like in Winnie the Poo“, sagt sie, und was bleibt mir da anderes, als wissend zu nicken, obwohl dieser Klassiker der Kinderliteratur eine Zahnlücke im Gebiss meiner Allgemeinbildung darstellt?

Das Thema Kinderbücher kommt von meiner Lektüre von El Principito, einer spanischsprachigen Ausgabe des Kleinen Prinzen aus Honduras, die mir Anne aus Berlin vor einiger Zeit in der vagen Hoffnung geschenkt hat, mein Spanisch möge sich vom Niveau der Belustigung für Einheimische zu einer Kommunikationsform entwickeln. Dulce hilft mir geduldig mit den notwendigen Vokabeln, nach einer guten Stunde und etwa vier kleinen Seiten wenden wir uns anderen Dingen, wie ihren Drogenerfahrungen zu.

“My mum stopped smoking when I almost drowned as a kid”, erzählt sie, “because I was dead when they fished me out of the water. And she promised God she would stop smoking if I somehow survived. And at that moment I started breathing again.” Später, vor etwa eineinhalb Jahren, als ein weiteres Familienmitglied an einer ernsten Krankheit darniedergelegen sei, habe sie (die Mutter) Gott erneut ein Versprechen gegeben, und wieder sei sie erhört worden. So habe sie aufgehört, Kokain zu nehmen, eine liebgewonnene zwanzigjährige Leidenschaft.

Dulce selbst führt ihre Wandlung von einem depressiven Teenager zu einer lebensfrohen jungen Frau (sie ist zweiundzwanzig) auf ihren Konsum von LSD, diversen magischen Pilzen und anderen Substanzen zurück, die ein zumindest gespaltenes Verhältnis zur Legalität aufweisen. Mittlerweile, seit gut zwei Jahren, habe sie das nicht mehr notwendig.

Wie dem auch sei, sie rät mir davon ab, den See zu Fuß zu umrunden, wie eigentglich alle anderen Mitreisenden auch, mit denen ich bisher darüber gesprochen habe. “There are too many bandits around. But then, as long as you don’t open your mouth, you should be fine. You don’t look like a tourist. That’s something.”

* * *

San Pedro La LagunaHin und wieder übermannt euren Korrespondenten noch die alte Menschenfeindlichkeit, und als mir nach der Ankunft im malerischen San Pedro La Laguna ein Pferdevermieter ein Zimmer für 40 Quetzales in Aussicht stellt (mit eigenem Bad, immerhin), bin ich gern bereit, meine Pläne, in einem weiteren Backpacker-Hostel abzusteigen, aufzugeben und mich im Hotel San Francisco einzuquatieren.

Ruhe, Kontemplation, allein mit meinem GPS durch San Pedros Gassen laufen, zu mir selbst zu finden – diese Vorstellung hat durchaus etwas für sich. Nach einer ersten Erkundungstour durch die steilen kopfsteingepflasterten Gässchen kehre ich zurück, irre mich prompt in der Tür und treffe so auf Barbara aus Bayern, die nicht nur nicht mit Foto in diesem Blog aufscheinen will (was ich ja verstehen kann, nicht einmal ich selbst bin ja hier zu sehen), sondern der fotografischen Abbildung prinzipiell mit einer der der Maya nicht unähnlichen Einstellung gegenübersteht, die sich kurz mit Nein zusammenfassen lässt. Sie erkennt mich an meinem perfekten Akzent nach einer halben englischsprachigen Äußerung gleich als Österreicher, und zehn Minuten später beschließen wir, den kommenden Vormittag der Besteigung des dreitausend Meter hohen Vulkans San Pedro zu widmen.

* * *

1500 Höhenmeter hinauf und danach wieder hinunter (der See liegt etwa 1500 Meter über dem Meeresspiegel) – sechs Stunden in Begleitung eines einheimischen Führers und zweier schottischer Motorradfreaks, die den amerikanischen Kontinent seit Buenos Aries bereisen und in zwei Monaten in Alaska sein wollen. Nebelverhangene Märchenwälder, leichter Nieselregen und schmale Pfade, die sich in ermüdenden Serpentinen den Vulkan hinaufschrauben.

* * *

Lago Atiotlan bei San PedroDie Wanderung von Santa Cruz nach San Marcos am Seeufer entlang, durch blühendes Buschwerk, vorbei an Bäumen mit reifen zapotes (und nein, das ist nicht die Antwort auf die eingangs gestellte Preisfrage), roten, süßen Früchten, die am ehesten noch mit Papayas vergleichbar sind, anderen mit materzanos (auch nicht die Antwort), die verführerisch nach Marzipan duften, an Agaven, Avocados, Aloe und Kakteen und an schmalen Ziegelmäuerchen, durch Pinien, Heckenrosen und Hibiskus, ist ein optisches und olfaktorisches Wunder.

Es geht die steilen Hänge hinauf mit atemberaubenden Rundblicken auf den von Vulkanen umringten See, den ich, würde ich mit den Wölfen heulen, wie so viele andere als den schönsten der Welt zu bezeichnen mich versteigen würde, hinunter in fast mediterrane Dörfer wie Jaibalito oder Tzunuma mit engen, von Palmen überschatteten Wegen, über Felsen, auf denen wir beim Braten von Spiegeleiern nur haarscharf am Erfolg vorbeischrammen würden.

Unterwegs begegnet uns neben einer Anzahl von Einheimischen mit Hunden und Hunden ohne Einheimische zwar kein Bandit (und ich habe extra die Kamera zu Hause gelassen; zu Hause in diesem Fall ein Dorm in einem in die Natur offenen Dachboden, wo es des nachts schlafsackkühl wird), aber dafür Lilli, wieder einmal aus Berlin, aus deren sechsmonatiger Reise mittlerweile fünfeinhalb Jahre geworden sind. Hippie und Esoterik-Liebhaberin sind zwei Begriffe, die ihren Lebenswandel nur unzureichend beschreiben können und zu konservative Assoziationen wecken. Freigeist trifft es da schon eher.

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In Santa Cruz treffen Barbara und ich auf Corinne, die ihren Job als Primarschullehrerin für ein Semester an den Nagel gehängt hat, um in Antigua Spanisch zu lernen und Guatemala zu bereisen. Zu dritt besuchen wir San Marcos und essen, wieder zuhause in Santa Cruz, in einem von einem österreichischen Exilanten-Paar betriebenen Hotel zu Abend.

Eine etwas mißglückte abendliche Diskussion zum Thema Ist die Kirche böse, weil sie Kondome zur AIDS-Bekämpfung verbietet? erinnert mich daran, mir die etwas ausgebleichte Warnung, nicht über Religion und Politik zu diskutieren, erneut auf die Fahnen zu schreiben, aber nachdem Barabara und ich uns darauf geeinigt haben, uns in diesem Punkt uneinig zu sein, ist auch schon alles wieder gut.

Einen interessanten Schlußpunkt zur ganzen Debatte setzen am nächsten Abend dann drei Gitarristen in unserer Bleibe, die neben Coverversionen von Klassikern wie Folsom Prison Blues (“I just wrote that one yesterday, you know”) oder Jessy (erinnert sich eigentlich sonst noch wer an Mädchenschwarm Joshua Kadison? Was wohl aus dem geworden sein mag?) auch provokantes Liedgut wie My Girlfriend’s Hanging From The Ceiling Fan oder das religionskritische My God’s Got A Bigger Dick Than Yours zum Besten geben.

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Daniel schreibt:

[...] es war mir eine Ehre mit Dir zu reisen!

Schoene Gruesse aus San Salvador

Und mir erst. Wie du gesagt hast, ein bisschen wie der junge Che und sein Freund in The Motorcycle Diaries. Und okay, du darfst Che sein.

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LeserInnen von heute wollen aber nicht nur Interaktion, sondern auch etwas Süßes, vielleicht sogar kleine Tiere oder Kinder. Zu diesem Behufe möchte ich in einer primitiven Anbiederungsaktion noch ein kleines Bildchen zum Abschluß präsentieren:

Ein kleiner Hund

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