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Guter-Aussichts-Sozialklub in Antigua
02. Mai 2008 von Matthias

Was ich an Belize gemocht habe:

  • Kreolisch: Wo auf Englisch “Thank you for not littering” steht, klingt die kreolische Variante “Betah not litah” doch um einiges pfiffiger. Auch “I hot-hot” für “Mir ist sehr heiß” ist nahezu universell verständlich.
  • Die offenkundige Lebensfreude – ein Wahrheit gewordenes Klischee.
  • Die Regierung hat einfach das gesamte Personal aller Busbahnhöfe entlassen, Busse fahren jetzt eher unvorhergesehen und nicht notwendigerweise nach Fahrplan (und wenn doch, dann meistens zu früh).
  • Die schmalste Hauptstrasse der Welt in Placencia: nicht einmal breit genug, damit ein Liebespaar nebeneinanderhergehen kann; eigentlich nicht mehr als ein Betonstreifen im Sand. Aber immerhin im Guiness Buch der Rekorde.
  • Nächtliches Speedboatfahren, um das Finalfußballspiel der Erstliga in Indepence anzusehen. Die Pokale waren, wie Daniel nicht hundertprozentig wahrheitsgemäß behauptet, in etwa so groß wie ich.
  • Reggaemusik während des Fußballmarathons in Dangriga
  • Delphine beobachten auf der Bootsfahrt zur Grenze von Guatemala.

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Ein gar nicht pittoreskes Bild vom sonst so pittoresken AntiguaAntigua (in Guatemala; Livingston, obwohl quasi nur ein Katzensprung von Puerto Barrios, wo wir die Grenze überquert haben entfernt, haben wir gleich einmal ausgelassen) ist eine künstliche Stadt, auf diesselbe Art, auf die Cusco in Peru (oder meinetwegen Salzburg) künstlich ist; es leben und arbeiten natürlich Menschen in den kopfsteingepflasterten Gassen und spanischen Kolonialbauten, das Stadtbild wird jedoch von unzähligen Toruisten und Sprachschülern geprägt, die zwischen Internetcafes, Hostels und Bars einherflanieren und sich in Clubs mit so schicken Namen wie Monoloco oder Estudi 35 verlustieren. Rund zweihundert Sprachschulen gibt es hier; die Chancen, wirklich Spanisch zu lernen stehen also deutlich schlechter als in anderen Städten, wo nicht jede zweite Begegnung in Englisch stattfindet.

Immigration Office in Guatemala - hier herrschen andere SittenDie Sicherheit wird von einer Unzahl an mit Schrotflinten bewaffneten Polizisten gewährleistet (das unterscheidet Antigua unter anderem auch von Guatemala-City, wo, wie ich nach einem Lokalaugenschein bestätigen kann, die Schrotflinten im Besitz jedes dritten Motorradfahrers zu sein scheinen und die Polizei eher durch Nichterscheinen von sich reden macht), und während Daniel sich nicht traut, einen der finster dreinblickenden Gesetzeshüter zu fotografieren, kenne ich da deutlich weniger Skrupel.

Und wo besser wohnen, als im Hostal Kafka, selbsternannenter best place to read in Antigua, wo donnerstagsabends Hillbilly-Night stattfindet (Trailer Trash Music & Whiskey for 10 Quetzales)? Wie verlautbart ein Schild vor unserem dormitorio so schön? Three out of four dead authors prefer Kafka.

Das Währungsumrechnen (10 Quetzales sind mehr oder weniger ein Euro) ist hier für so manchen einfacher als der Name der Währung selbst, von fifty whatever-bucks bis hin zu fifty gonzales bekommen wir aus Touristenmund so gut wie alles zu hören. “Rambanyflash” Daniel versucht es erst gar nicht, sondern spricht die meiste Zeit über von Zlotis.

Wir teilen unsere winzige Kemenate mit zwei Belgiern, Nick und Sebastian, sowie mit Marketta, einer Kalifonierin aus San Diego. Zusammen mit schätzungsweise dreizehn weiteren Backpackern quetschen wir uns in einen für vielleicht neun Personen bestimmten Kleinbus, um den aktiven Vulkan Pacaya zu besuchen und obwohl ich normalerweise kein Freund organisierter Touren bin (“Hier ist das achte Weltwunder, hier steigen wir aus, machen Fotos und in zehn Minuten steigen wir wieder ein und fahren vier Stunden weiter bis zur nächsten Sehenswürdigkeit.”), ist es, wie Daniel es formuliert, “der Hammer, Mann!”.

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Der Vulkan PacayaWir klettern über Lava, die hohl und warm unter unseren Tritten knirscht und knackt, halten unsere Stöcke, die wir beim Aufstieg einer unüberschaubaren Zahl von einheimischen Kindern abgekauft haben (als globalisierter Ausbeuter habe ich sie von 5 auf zwei Quetzales heruntergehandelt) in das rotglühende Gestein und sind gebührend ertaunt über die hochofenartige Hitze, die aus dem Erdinneren dringt.

Lava - nicht unwarmEin Bild mag mehr als tausend Worte sagen, darüber wollen wir gar nicht erst zu diskutieren anfangen, aber kein Bild, kein Film und schon gar keine Worte sind in der Lage, dem Gefühl gerecht zu werden, auf einem aktiven Vulkan herumzuklettern, den Geruch von Schwefel in der Nase und das brüchige Lavagestein unter den Schuhsohlen. Natürlich ist es nicht wirklich gefährlich, das letzte Mal Lava in wirklich nennenswerter Menge ist 2006 geflossen, aber für uns bescheidene Thrillseeker, die wir schon mit wenig zufrieden sind, ist es trotzdem aufrgend genug.

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Wir hatten eine kurze, aber intensive Beziehung. Eigentlich wollten wir noch jede Mange Arbeit zusammen erledigen, an langen Regentagen vielleicht sogar die eine oder andere TV-Serien-Folge ansehen und auch beim Blog-Schreiben waren wir ein nahezu unschlagbares Team. Das Schicksal aber hatte, wie so oft, andere Pläne und all diesen hehren Vorhaben einen entschiedenen Strich durch die Rechnung gemacht, und so betrübt es mich ein wenig, den Tod meines Laptops auf der etwas holprigen Busfahrt von Dangriga nach Placencia in Belize bekanntgeben zu müssen.

Glück im Unglück: an der Grenze zu Guatemala treffen wir auf Karina und Bernhard aus Wien, die sich, am Ende ihrer fünfwöchiogen Guatemala-Belize-Mexiko-Rundreise angelangt, selbstlos bereiterklären, die Überführung der Leiche in die Heimat zu übernehmen.

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Anne aus Berlin schreibt:

(…) was du UNBEDINGT machen musst (fuer mich das schoenste ueberhaupt) – fahr nach coban, von dort aus nimmst du einen minibus nach lanquin (dem busfahrer sagst du dass du zu “el retriro” gebracht werden willst) und dann geniesst du einfach dieses kleine paradis mit dem vegetarischen abendessen, dem fluss vor der tuer und haengematten fuer drei dollar. sie bieten auch die absolute traumtour nach semuc champey mit den kerzenhoehlen an – mach das!!! Es is jeden cent wert und ich bin bis jetz begeistert. Im retiro kann man locker ne woche bleiben – haett ich zumindest gemacht, wenn ich die zeit gehabt haette. Die leute dort sind sehr lieb und partylustig – und das vegetarische grillbuffet am mittwoch reisst einfach jeden mit! Noch nie so gut gegessen in 10 monaten zentralamerika!

Gut zu wissen; Honduras hat also auch etwas zu bieten. Als nächstes will ich zum Lago Atitlan (derzeit hege ich noch den etwas waghalsigen Plan, den See per pedes zu umrunden, aber mal sehen), dann in eine Stadt mit dem einfach zu merkenden Namen Quetzaltenango (wenn ich mich jetzt richtig erinnere), wo Kate aus Australien, mit der ich in der Nähe von San Cristobal einen Wasserfall und die lagos de montebello besucht habe, ein dreimonatiges Voluntariat ableistet.

[Edit: Peinlich. Wir reden hier von Coban in Guatemala und nicht Copan in Honduras. Na ja, immerhin ist mir das aufgefallen, bevor ich Guatemala verlassen habe.]

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Der letzte BVSCer und DanielNachdem Daniel auf Antiguas Straßen zufällig Diego aus der Schweiz und Kiki aus der Gegend um Frankfurt wiedergetroffen hat, alte Bekannte von früheren Stationen seiner Reise (die Welt ist ja so klein, um hier mal eine richtig altbackene Platitüde unterzubringen), gehen wir am Mittwoch Abend noch zu einem Live-Auftritt vom letzten überlebenden Originalmitglied des Bueno Vista Social Club, der hier in der Stadt lebt und mittwochs immer im oben angesprochenen Estudio 35 auftritt. Bei freiem Eintritt – das Bier ist mit rund zwei Euro allerdings etwas teuer, aber dafür dürfen wir in der Pause gemeinsame Fotos machen, in denen der alte Herr gutmütig zu uns hochlächelt. Sonst kein übermäßiger Freund des überzogenen Personenkults (sehenden Auges habe ich in der Vergangenheit zum Beispiel auf die Gelegenheit eines gemeinsamen Fotos mit Bruce Springsteen verzichtet), kann ich mich eines gewissen Hochgefühls nicht erwehren.

Die lokale Biersorte meines Vertrauens ist übrigens auf Karinas und Bernhards Empfehlung hin Gallo – eine Empfehlung, die ich gerne an andere zukünftige Guatemala-Reisende weitergeben kann.

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Playing the Belizeans at Football
26. April 2008 von Matthias

Wir fahren nach Dangriga…Wir erreichen den letzten Bus von Belize City nach Dangriga auf der Straße vor der Station beim Wegrollen. Menschengetümmel, Chaos, Lachen und keuchende Trucks ringsum. Freundliche Hände stoßen rückwärts die Tür auf, um unsere großen Rucksäcke hinter die letzte Sitzreihe zu hieven, während der Bus mit laufendem Motor unschlüssig verharrt. „Get in the bus, man”, fordert mich jemand mit Baseballkappe auf, „come on, go!” Ich lasse meinen Rucksack also im Stich, laufe nach vorn und klettere hinter meinen neuen Reisebegleitern (Anna, Griechin aus Kanada, Carmen aus Colorado und Daniel aus Berlin) in einen gebrechlichen Urgroßvater des Transportwesens, einen ehemaligen US-amerikanischen Schulbus wie aus einem idyllischen Fünfziger-Jahre Schinken. Die Menschen hängen bereits aus den Fenstern, aber irgendwie kommen wir noch hinein, Daniel hat sogar seinen Tramperrucksack noch auf dem Rücken.

Während der Fahrer die zulässige Bauartgeschwindigkeit bereits auf dem Weg aus der Stadt heraus überschreitet, bahnen Anna und ich uns millimeterweise unseren Weg durch die lebhaft durcheinanderrufenden Fahrgäste, die zu dritt und zu viert auf den kleinen Plastikdoppelsitzen hocken und wie die sprichwörtlichen Sardinen aneinandergedrängt stehen (und gegen den intimen Kontakt zu manchen der hübschen Mädchen hier habe ich nicht notwendigerweise etwas einzuwenden, auch wenn die das möglicherweise anders sehen; anmerken lassen sie sich jedenfalls nichts).

Ein Fahrrad verunmöglicht uns das Vorstoßen zur Sichtkontrolle unseres Gepäcks. „Sorry, I just want to check that my bag made it onto the bus”, sage ich, im hinteren Drittel des schaukelnden Gefährtes gestrandet – und ganz ohne schlechtes Gewissen, denn im Karibik-Staat Belize ist Englisch die offizielle Amtssprache. „No worries, man”, antwortert der baseballbekappte Helfer von vorhin, durch das Gewimmel hindurchbrüllend „ I got your bag right here. It’s safe.” Und da wir mittlerweile schon gut zehn Minuten unterwegs sind, gebe ich halt einfach auf – wenn er nicht hier ist, freut sich halt jemand Bedürftiger aus Belize über mein iranisches Paykan-T-Shirt, meine Unterwäsche und meine Malaria-Medikamente.

Ich versuche also, mich zu entspannen und die Fahrt zu genießen. Und was für eine Fahrt es ist – neben uns eine junge Mutter mit zwei Töchtern, von denen die kleinere fröhlich und unermüdlich Klassiker des internationalen Kinder-Songbooks wie den „ABC-Song” zum Besten gibt. In der letzten Reihe sitzen zwei junge Männer aus Caye Caulker, die entweder auf wirklich coolen Drogen sind oder sofort ihre eigene Sitcom bekommen sollten (wenn ich so darüber nachdenke, ist da eigentlich nicht wirklich ein Widerspruch). Teenies und Rastamen, ganze Familien und wir anscheinend die einzigen Touristen, während die Sonne langsam von Gold zu Rot wechselt und sich in Richtung Guatemala dem Horizont nähert. Draußen rauschen grüne Wiesen und Felder, Palmen, vereinzelte Holzhäuser und -hütten und staubige Straßen vorbei.

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Von Mexiko nach Belize über die Grenze zu kommen, ist als hätte man ein paar tausend Kilometer zurückgelegt und wäre in einer Karibikstaat-Karikatur gelandet, so eklatant ist der Unterschied. Um auch wirklich jedem zu verdeutlichen, dass die Uhren hier anders gehen, müssen wir sie gleich mal eine Stunde zurückstellen. Wo mexikanische Busreisen geordnete Angelegenheiten mit Computertickets und Sitzplatznummern sind, wie in Chile oder auf der Panamericana in Peru, ähneln sie in Belize mehr einer interessanten Mischung aus Volksfest und Familientreffen – mit knapp über zweihunderttausend Einwohnern im ganzen Land hat es tatsächlich den Anschein, dass hier alle einander von irgendwoher kennen.

Eigentlich wollte ich die der Küste vorgelagerte Korallenriff-Insel Caye Caulker in der Nähe des weltberühmten Taucherparadieses Blue Hole aufsuchen und mich in einem weiteren Backpacker-Hostel dem wonnigen Nichtstun zwischen Schnorcheln und Partys hingeben, aber Anna, die bereits neunmal in Belize war, rät mir davon ab (uns eigentlich, denn in Chetumal und später im verfrüht abfahrenden und um eine Stunde zu spät ankommenden Bus nach Belize City bilden wir vier eine spontane Reisegemeinschaft). Also fahren wir stattdessen in den hereinbrechenden Abendstunden nach Dangriga, einer Stadt ohne herausragende Eigenschaften, von wo aus wir tags darauf nach Placencia fahren wollen.

Das Wort „Stadt” ist hier übrigens anders auszulegen als sonst üblich; Belize City, diese Weltmetropole, dieser Schmelztiegel der Nationen, diese Oase der Hochkultur und der architektonischen Weltwunder, dieses Mekka des internationalen Pauschaltourismus, bringt es gerade einmal auf siebzigtausend Einwohner und teilt mit La Paz in Bolivien das Schicksal, irrtümlich für die Hauptstadt gehalten zu werden. Asphalt bleibt den wenigen Durchzugsstraßen vorbehalten, die Häuser sind großteils einstöckig, windschief und aus rohen Brettern, von denen die Farbe abblättert. Kurz gesagt, die Art Stadt, die sogar in einem an kulturellen Highlights nicht unbedingt reichen Land wie… sagen wir mal, Moldawien, einem Reiseführer maximal die Erwähnung wert wäre, sich das nicht anzutun.

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Belize ist eine explosive Mischung aus spanischer, karibischer und Maya-Kultur mit rund 70% Mestizen und Menschen schwarzafrikanischer Herkunft; gesprochen wird neben dem bereits erwähnten Englisch auch Creole, Spanisch und einige weitere indigene Dialekte. Hartnäckig hält sich das Gerücht, es sei nicht sicher, hier zu reisen; mein Reiseführer berichtet beispielhaft von einem US-Studenten, der 2005 in Belize City vor seinem Hotel erwürgt wurde, in Tulum haben mich erfahrene Hardcore-Backpacker gewarnt, nicht in der Dunkelheit irgendwo anzukommen, und als ich mit Anna ins Gespräch komme, meint sie, die Möglichkeit in Betracht ziehend, dass wir keinen Anschlussbus nach Dangriga mehr erwischen könnten: „Please God, let’s not spend a night in Belize City. So many people are on crack there – I don’t know why, but that’s just the way it is.”

Und das von einer Frau, die das Land kennt und liebt. Während wir noch mit einem Taxifahrer verhandeln, ob der uns die 105 Meilen nach Dangriga fährt (er will 150 Belize-Dollar, das sind 75 US-Dollar für alle vier), erspäht er den oben geschilderten Bus, der eigentlich die Station schon verlassen hat und wir nehmen, wie es so unfallheischend heißt, die Beine in die Hand.

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Mittlerweile sind ein paar Leute ausgestiegen und Anna und ich finden jeweils einen Sitzplatz – hintereinander (Carmen und Daniel sind irgendwo weiter vorn im Bus außer Reichweite).

„You wanna sit next to your girl?” werde ich gefragt.

“It’s fine, I don’t really know her anyway. We’ve just met today.”

“You just met today? And now you’re travelling together?”

“There’s four of us, actually.”

“But the other two…”

“They, too, don’t know each other.”

“Shit, man, nobody knows nobody? That’s hilarious.”

Und an den anhaltenden Heiterkeitsausbrüchen unserer Mitfahrgäste gemessen, ist es das wirklich.

Während einer kurzen Pause in Belmopan, das mit Sucre in Bolivien die Tatsache teilt, eine unbekannte Hauptstadt zu sein (zwölftausend Menschen finden hier ihre Heimat, bestenfalls eine Handvoll Straßenzüge in Mexiko City) steigt eine singende, schäkernde Burgerverkäuferin in den Bus, die lediglich an meinem Vegetarismus scheitert – und den letzten Burger im Rahmen einer gesungenen Auktion versteigert.

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Das schöne DangrigaHarris oder Harrison (so genau weiß ich das immer noch nicht), einen jungen Spieler der Fußballnationalmannschaft von Belize, lernt Daniel im Bus noch kennen. Es gäbe einen Marathon morgen Abend ab sechs Uhr, als Auftakt eines Turniers würden zwölf Fußballmannschaften je zweimal fünfzehn Minuten gegeneinander antreten, bis in die frühen Morgenstunden hinein.

Natürlich werden wir uns das nicht entgehen lassen, beschließen wir, im Durchschnitt sind wir doch ziemliche Fußballfans (Daniel fanatisch und ich zum Beispiel überhaupt nicht).

Dangriga bei TagNachdem wir am nächsten Tag also die Abreise verschoben und Dangriga erkundet haben (Riverside Cafe? Check. Strand? Check. Holzhäuser auf Stehlen? Check. Dahintümpelnde Boote? Check.), sowie uns über unsere bisherigen Reisen ausgetauscht haben, treffen wir uns mit Harrisons Team und verbringen die nächsten Stunden am Fußballplatz, mit der Mannschaft plaudernd, während der Geruch von glühendem Gras die Luft schwängert.

Daniel und HarrisonNachtfußballmarathon in BelizeAls leidenschaftlicher Laienfußballer darf Daniel sogar ins Dress schlüpfen und beim zweiten Spiel mitspielen. Der charmante Berliner, der tatsächlich ständig Dinge wie „Total krass” oder „Wie geil ist das denn?” von sich gibt, ist seit sieben Monaten unterwegs, hat noch ein Jahr vor sich und verdient sich mit seinem Blog nicht nur ein paar Euronen Taschengeld von einem Berliner Journalisten, sondern auch einen Platz in meiner „Andere Weltreisende” Linkliste als „Rambanyflash“, wie er sich nennt.

Gewinnen wir? Keine Ahnung. Während ich diese Zeilen schreibe, ist der Marathon noch im Gange; aber anders als ihr werde ich es ehebaldigst erfahren.

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Nebenbei: auf einem meiner Dangriga-Straßenfotos entdecke ich beim Durchblättern einen Vogelsuizid im rechten mittleren Bildbereich. Zum Vergrößern wie immer einfach auf das Bild klicken:

Ein Vogel stürzt sich kopfüber auf die Straße

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Tulum - Strandidyll mit Maya-RuinenAus meinem Lassen-wir-doch-Mexiko – noch-Revue – passieren – Beitrag ist nicht wirklich etwas geworden, auch meine Abenteuer in Tulum fallen der Schere und Zensur bzw. dem Zeitmangel zum Opfer. Auf keinen Fall aber, weil nichts Erzählenswertes geschehen wäre, im Gegenteil. Ruinen? Magisch über dem türkisblauen karibischen Meer. Strand? Paradiesisch. Hostel? Billig und großartig zum Leute-Kennenlernen. Horrorfilmreife Käferplage im Doppelbett meiner Zimmergenossen, eines schottisch-australischen Pärchens inklusive. Und eine charmante, witzige, kluge und hübsche Schweizerin mit dem bezaubernden Namen Anne Chantal, die ich an meinem Geburtstag am Strand antreffe. Endlich eine Gesprächspartnerin, die meine Begeisterung für Stiller Has nachvollziehen kann.

Das Wiedersehen mit Sinead aus Irland und einem Kanadier, dessen Name mir leider wieder entfallen ist, die ich beide noch aus San Cristobal kenne, ist da gerade noch the icing on the cake.

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